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Hausgottesdienst am 11. Sonntag im Jahreskreis A

Hausgottesdienst am
11. Sonntag im Jahreskreis A
14. Juni 2026

Lied:Gl 816, 1+2: Meine Zeit steht in deinen Händen...

Kreuzzeichen - evtl. Entzünden einer Osterkerze oder einer anderen Kerze

Gedanken zur Hinführung:
Das Leben ist keine Einbahnstraße. Die Beziehungen, von denen wir leben, die unser Leben reich machen, gelingen, wenn ein stetiges Wechselspiel zwischen Geben und Nehmen stattfindet. Das gilt auch für unsere Beziehung zu gott, für unsere Feier des Gottesdienstes. Wir geben Gott Zeit für uns, geben ihm Anteil an unserem Leben und empfangen von ihm, was wir für unser Leben brauchen: seinen Zuspruch, sein Wort und in der Feier der Eucharistie auch den Leib seines Sohnes, den er in unsere Hände gibt.
Stimmen wir ein in das Lob Gottes:

Loblied:Gl 171: Preis und Ehre, Gott, dem Herren...

Gebet:
Herr, unser Gott,
du bist unsere Hoffnung.
Du stehst uns zur Seite und willst uns auch durch schwierige Zeiten tragen.
Wir vertrauen auf deine Nähe und Gegenwart in unserem Leben.
Hilf uns, damit wir denken, reden und handeln,
wie es dir gefällt,
damit auch andere durch uns spüren,
dass du bei uns bist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Lesung aus dem Buch Exodus (Ex19, 2-6a):
In jenen Tagen kamen die Israeliten in die Wüste Sinai. Sie schlugen in der Wüste das Lager auf. Dort lagerte Israel gegenüber dem Berg. Mose stieg zu Gott hinauf. Da rief ihm der HERR vom Berg her zu: Das sollst du dem Haus Jakob sagen und den Israeliten verkünden: Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und zu mir gebracht habe. Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde, ihr aber sollt mir als ein Königreich von Priestern und als ein heiliges Volk gehören.

Antwortgesang:Gl 392, 2+4+5: Lobet den Herren...

Halleluja:Gl 174,1 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - ( Mt 9, 36-10,8)
Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.
oder: In leichter Sprache
Jeden Tag kamen viele Menschen zu Jesus. Die Menschen waren müde. Und traurig. Und krank. Die Menschen taten Jesus leid. Jesus konnte alleine nicht alle Menschen gesund machen. Er konnte nicht allen Menschen helfen. Darum sagte Jesus zu seinen Freunden: Das sind zu viele Menschen. Wir brauchen viele Leute, die den Menschen helfen. Betet zu Gott. Gott soll euch immer genug Helfer für die Menschen geben. Jesus gab den zwölf besten Freunden eine besondere Kraft. Mit der besonderen Kraft konnten die zwölf besten Freunde die Menschen gesund machen. Die zwölf besten Freunde von Jesus heißen: Simon Petrus, Andreas, Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, noch ein Jakobus, Thaddäus, Simon, Judas. Jesus schickte die Freunde in das ganze Land. Jesus sagte zu den Freunden. Ihr sollt die Kranken gesund machen. Auch die psychisch Kranken. Und ihr sollt die Toten wieder lebendig machen. Ihr sollt überall von Gott erzählen. Ihr sollt kein Geld dafür verdienen. Das habe ich auch nicht gemacht. © katholisches bibelwerk

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht...

Predigtgedanken:
Ein Studienkollege brachte vor vielen Jahren einmal seinen Predigtdienst so zum Ausdruck: Ich habe manchmal Angst, dass ich den Leuten 'ungedeckte Schecks' ausstelle.
Was meinte er damit? Wir finden manchmal so schöne und hehre Worte zu den Schrifttexten des jeweiligen Sonntags. Doch die entscheidende Frage ist doch letztendlich: Sind diese Worte auch von meinem eigenen Leben, meinem eigenen Verhalten gedeckt? Halte ich mich selber an das, was ich anderen an wohlmeinenden Worten ans Herz lege?
Wie letzten Sonntag: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ Ein schönes, ein hehres Wort - doch wie schnell gerät es auch wieder in den Hintergrund, wenn ich mich über das Verhalten eines anderen ärgere und aufrege.
Oder: „Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Stellt diese Auf - Forderung nicht eine völlige Über - Forderung dar? So vollkommen sein zu wollen, wie Gott selbst?
Oder heute: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“ In einem Kommentar zu dieser Evangeliumsstelle heißt es: In innerer Freiheit zu den Dingen und Undingen und im Ausstieg aus dem eigenen 'wenn-Dann' gewinnen wir neuen Spielraum und kommen neu mit Gott in Kontakt, ins Gespräch, in Resonanz. Dann sagen wir nicht mehr: 'Wenn du mir gibst, gebe ich auch dir', sondern: 'Ich gebe gerne umsonst.' Wir haben dann keine Angst mehr ausgenutzt zu werden und der Dumme zu sein.
Doch: Ich spüre immer noch die Angst, ausgenutzt zu werden in meiner Gutmütigkeit. Ich habe immer noch die Angst, am Ende als der Dumme da zu stehen.
Ich denke mir dann: Wie geht diese eingeforderte Selbstlosigkeit einher mit dem Dreifach-Gebot aus dem Mund Jesu: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben; und deinen Nächsten wie dich selbst.?
Ich habe immer wieder mit Menschen zu tun, die meinen, sie müssten immer und jederzeit nur für andere da sein; die sich nie eine Pause, nie eine Erholung, eine Auszeit gönnen, weil sie meinen, unverzichtbar in ihrem Dienst und ihrer Aufgabe zu sein.
Aber niemand kann immer nur geben. Auch die Hingabe hat Grenzen.
Den Begriff „Selbstachtung“ können wir auch so umschreiben: Es ist notwendig, dass ich auch selber auf mich Acht gebe: auf meine Befindlichkeit, auf meine Bedürfnisse, auf meine Ressourcen und Kraftreserven. Nicht aus einem falsch verstandenen Egoismus heraus, sondern weil ich auch auf Zukunft hin offen sein und bleiben will für Andere.
Mein Note - Book und mein Handy zeigen mir bei Bedarf an: Zu geringe Ladung - Umschalten auf Stromsparmodus. Dann ist es Zeit, das Ladegerät ins Spiel zu bringen, damit die Akkus sich wieder aufladen können und wieder volle Leistung bringen können.
Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, kann es passieren, dass das Tankwarnlicht aufleuchtet und mich erinnert, dass ich nur noch für einige Kilometer Benzin im Tank habe. Dann braucht es auch zeitnah eine Aus - Zeit an der Tankstelle, will ich nicht irgendwo auf offener Strecke liegen bleiben.
Wie sieht es aber in meinem eigenen Leben aus mit den Aus - Zeiten, den Tankstellen, wo ich, meine Seele, mein Herz auftanken lassen kann?
Auch wenn es vielleicht einzelne Aussagen aus der Heiligen Schrift suggerieren: Gott will nicht, dass wir uns ständig überfordern, ständig über unsere Grenzen gehen. Auf das rechte Maß zwischen Geben und Nehmen kommt es an.
Für Familien mit Kindern:
Im Moment ist Spargelernte. Auch die Erdbeeren sind reif. Warst du schon einmal auf einem Erdbeerfeld? Es ist ganz schön mühsam, wenn man jede Frucht mit der Hand ernten muss. Aber auch sehr lecker.
Jesus erkannte, dass es viel Arbeit bedeuten würde, den Menschen von seiner Botschaft zu erzählen. Er versuchte deshalb, Helfer zu gewinnen, damit ganz viele Menschen vom Reich Gottes erfahren konnten. Auch heute brauchen wir Menschen, die uns von Gott erzählen, das kann mühsam, aber auch bereichernd sein.
Danke für die Menschen, die sich um die Ernte kümmern, damit wir alle etwas zu essen haben. Danke für die Menschen, die uns von Gott erzählen. Amen

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen: gesungen: Gl 456, 1+4: Herr, du bist mein Leben...

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen. Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du suchst auch in unseren Tagen Arbeiterinnen und Arbeiter für deine Ernte. Wir bitten dich:

➢ Stehe allen, die sich in den Dienst der Verkündigung deiner Frohen Botschaft gestellt haben mit deinem Geist bei.
➢ Lass die jungen Menschen, die auf der Suche sind, den richtigen Weg mit dir und zu dir erkennen.
➢ Gib allen, die im Dienst für andere an ihre Grenzen kommen, immer wieder neu Kraft und Zuversicht.
➢ Lass die, die deine Hilfe und deinen Beistand am nötigsten brauchen - Kranke, Trauernde, Enttäuschte, Bedrückte - in kleinen alltäglichen Zeichen deine Gegenwart spüren.
➢ Vergelte unseren Verstorbenen, was sie in ihrem Leben an Gutem getan haben.
Herr, unser Gott, für dein Mitgehen loben wir dich und danken dir durch Jesus Christus.

Vater unser: Herr Jesus Christus, du hast Worte gefunden, die wir bis heute teilen können. An Gott, unseren guten Vater im Himmel wenden wir uns mit deinen Worten: Vater unser… (Nach: Laacher Messbuch 2023)

Lied:Gl 409, 1-3: Singt dem Herrn ein neues Lied...

Zur Vertiefung:
Solang es Menschen gibt auf Erden,
solang die Erde Früchte trägt,
solang bist du uns ein Gefährte,.
Wir danken dir für das, was lebt.
Du nährst die Vögel auf den Bäumen,
du schmückst die Blumen auf dem Feld,
hältst uns in deinem Schoß geborgen,
hast uns're Tage schon gezählt.
Darum muss alles dich besingen,
was einst dein Wort hervorgebracht.
Komm du und bleib in unsrer Mitte. (Huub Osterhuis - Solang die Erde Früchte trägt)

Gebet:
Herr, unser Gott,
eine neue Woche liegt vor uns.
Wir wissen noch nicht, was sie bringen wird.
Aber wir vertrauen darauf, dass du uns nahe bist und nahe bleibst,
dass du uns in Herausforderungen, Sorgen und Nöten trägst und
uns auffängst, wenn wir ins Bodenlose zu stürzen drohen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn,
der mit dir und dem Hl. Geist, lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen

Segen:
Der Herr segne uns und behüte uns.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Der Herr wende uns sein Antlitz zu und schenke uns seinen Frieden.
A:Amen.
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott -
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Lied:Gl 484, 1+2+6: Dank sei dir, Vater,...

Ausmalbild für Kinder