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Hausgottesdienst am 13. Sonntag im Jahreskreis - A

Hausgottesdienst am
13. Sonntag im Jahreskreis - A
28. Juni 2026

Lied: Gl 148, 1-3: Komm her, freu dich mit uns...

Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Osterkerze oder einer anderen Kerze

Gedanken zur Hinführung:
Aufnahmefähig, aufnahmebereit sein - das ist eine wichtige Fähigkeit für unser
Leben. Dazu braucht es Offenheit, Aufmerksamkeit, ein offenes Ohr, ein weites
Herz. Bitten wir jetzt wieder um die Aufnahmefähigkeit, diese
Aufnahmebereitschaft, wenn wir Gottesdienst feiern und Gott bei uns ankommen
will. Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:

Loblied: Gl 169, 1-3: Gloria, Ehre sei Gott...

Gebet:
Gott,
Dein Wort bringt Licht und Freude in die Welt.
Es macht das Leben reich.
Es stiftet Frieden und Versöhnung.
Gib, dass wir es nicht achtlos überhören.
Mach uns aufnahmebereit.
Bring dein Wort in uns zu hundertfältiger Frucht.
Darum bitten wir durch ihn,
Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. - Amen (Messbuch - 6/307)

Lesung aus dem 2. Buch der Könige - (2 Kön 4,8-11.14-16a)
Eines Tages ging Elischa nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn
dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er
vorbeikam. Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig
bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist. Wir wollen ein kleines,
gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und
einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sich
dorthin zurückziehen. Als Elischa eines Tages wieder hinkam, ging er in das
Obergemach, um dort zu schlafen.
Und als er seinen Diener Gehasi fragte, was man für die Frau tun könne, sagte
Gehasi: Nun, sie hat keinen Sohn und ihr Mann ist alt. Da befahl er: Ruf sie herein!
Er rief sie und sie blieb in der Tür stehen. Darauf versicherte ihr Elischa: Im
nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.

Antwortgesang:Gl 362, 1: Jesus Christ, you are my life…

Halleluja:Gl 721 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 10. 37-41)
Jesus sprach zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
oder: In leichter Sprache
Die Freunde sind die besten Helfer von Jesus. Die Freunde helfen Jesus.Die Freunde erzählen von Gott. Und machen die Kranken gesund.Jesus sagte zu seinen Freunden: Eure Aufgabe ist sehr wichtig.Eure Eltern dürfen die Aufgabe nicht verbieten.Eure Familie darf die Aufgabe nicht verbieten. Vielleicht machen andere Leute Ärger wegen dieser Aufgabe. Vielleicht habt ihr Angst. Ihr sollt mutig weiter machen. Das gehört zu der Aufgabe dazu. Am Ende seid ihr sehr froh darüber. Jesus sagte: Ihr seid genauso wichtig wie ich. Wenn andere Menschen gut zu euch sind, sind die Menschen gut zu Gott. Wer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt,der bekommt ein Dankeschön von Gott. © katholisches bibelwerk

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…

Predigtgedanken:
„Aufnehmen“ hat in unserer Sprache eine vielfältige Bedeutung. Wir nehmen Filme oder Bilder auf, um eine schöne Erinnerung an einen Urlaub oder eine Freizeit zu haben. Wissenschaftler nehmen Geräusche, Tierstimmen oder Sprache auf, um sie auszuwerten. Sprachnachrichten oder Podcasts werden aufgenommen, um mit anderen zu kommunizieren. Im Sinne der Gastfreundschaft nehmen wir Menschen in unser Haus, in unsere Wohnung auf. In der Verwaltung werden Daten und Personalien aufgenommen, um sie weiter zu verarbeiten. Und unser Körper nimmt täglich Flüssigkeit und Nahrung auf, um zu funktionieren. Auch Jesus spricht heute
vier Mal vom „Aufnehmen“: Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
Nicht nur hier betont Jesus den Zusammenhang von Gottes - und Nächstenliebe. Er macht ihn deutlich in seinem Wort: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Er bringt ihn zum Ausdruck in der so genannten Gerichtsrede: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder oder der geringsten meiner Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Wir erweisen Jesus selbst unsere Gastfreundschaft, wenn wir einen Menschen zu uns einladen. So sagt auch die Benediktsregel über die Aufnahme der Gäste: Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus, denn er wird sagen: 'Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.
Doch gibt es auch noch andere Formen, um Gott in seinem Leben aufzunehmen: im Gebet, in der Meditation, in der Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, durch Exerzitien und stille Tage, im Empfang der Sakramente, im bewussten Wahrnehmen seiner guten Schöpfung, um nur einige Beispiele zu nennen.
Es braucht eben die Offenheit und die Bereitschaft, Gott im eigenen Leben Raum zu geben, wie es auch eine bekannte chassidische Geschichte des jüdischen Theologen Martin Buber zum Ausdruck bringt: „Wo wohnt Gott?“ Mit dieser Frage überraschte Rabbi Menachem Mendel von Kozk einige gelehrte Männer, die bei ihm zu Gast waren. Sie lachten über ihn: „Wie ie redet ihr! Ist doch die Welt seiner Herrlichkeit voll. Er aber beantwortete die eigene Frage: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 534

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du willst, dass wir das Leben in Fülle finden. Manchmal liegt aber auch ein Kreuz schwer auf unseren Schultern. Wir bitten dich:

➢ Für Papst Leo, die Bischöfe und alle, die im Dienst der Verkündigung der Frohen Botschaft stehen: dass sie suchenden Menschen einen Zugang zu dir erschließen können.
➢ Für alle, die in Russland und der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten unter den Folgen von Krieg und Gewalt leiden und für die Menschen in Venezuela, die nach dem schweren Erdbeben vor den Trümmern ihrer Existenz stehen.
➢ Für alle, die derzeit ein schweres Kreuz zu tragen haben und darunter zu zerbrechen drohen: Um Menschen, die bereit sind, mit ihnen dieses Kreuz zu tragen.
➢ In einer kurzen Stille können wir unsere ganz persönlichen Bitten und Anliegen vor Dich bringen…
➢ Für alle unsere Verstorbenen: dass sich ihre Hoffnung erfüllt und sie das Leben in Fülle finden.
Herr, unser Gott! Du willst Teil unseres Lebens sein. Dafür danken wir dir. Lass uns offen sein und bleiben für dich. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Hinführung zum Vater unser: Jesus, wenn wir dich aufnehmen, nehmen wir nach deinem Wort den auf, der dich gesandt hat. Mit deinen Worten beten wir: Vater Unser...

Lied:Gl 835, 1+3: Wer glaubt, ist nie allein…oder: Gl 461, 1+3: Mir nach, spricht Christus, unser Held..

Gebet -
Gott,
gib mir Achtsamkeit,
dass ich dich erahne,
den Nächsten gerne beherberge
und mich mir selst gönne.
Gott,
gib mir Halt in deinem Wort,
in der Gemeinschaft um dein Wort
und durch dein Wort in mir.
Lass mich innehalten und lauschen,
damit ich Halt von innen finde.
Gott,
gib mir Bereitschaft,
dich Tag für Tag neu zu suchen,
meine Beziehungen zu erneuern
und nichts in meinem Leben
zur bloßen Gewohnheit werden zu lassen.
Mag ich im Alltag auch aufgerieben werden,
dein Geist schenkt mir Ruhe im Getue.(Wolfgang Steffel - in: Laacher Messbuch 2026)

Gehen wir in die kommende Woche begleitet vom Segen Gottes:
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Lied:Gl 365: Meine Hoffnung und meine Freude…

Ausmalbild für Kinder