Hausgottesdienst am
2. Sonntag im Jahreskreis A
18. Januar 2026
Lied:Gl 814, 1+2: Das ist ein Sehnen tief in uns...
Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Mit dem Fest „Taufe des Herrn“ haben wir am vergangenen Sonntag den Übergang von der Weihnachstzeit zur Zeit im Jahreskreis begangen. Auch das Evangelium des heutigen Sonntags nimmt noch einmal Bezug auf die Taufe Jesu und richtet unseren Blick auf das öffentliche Wirken Jesu. Hören wir jetzt wieder auf sein Wort, schauen wir auf sein Beispiel und stimmen wir ein in das Lob Gottes:
Gl 383, 2: Ich lobe meinen Gott...
Gebet:
Guter Gott,
du hast uns eingeladen, Deine Gegenwart zu feiern.
Du schenkst uns Worte, die unser Leben hell machen.
Mach uns bereit, das weiter zu geben, was wir aus Deiner Güte empfangen.
Schenke uns Deinen Geist, der uns Mut und Kraft gibt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen
(Nach: Regina Kraus - Da berühren sich Himmel und Erde - S.106)
Halleluja:Gl 721 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 1, 29-34)
Johannes sah Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.
oder in leichter Sprache:
Am Anfang wussten die Leute noch nicht, wer Jesus ist. Nur einer wusste Bescheid.Das war Johannes. Viele Leute gingen zu Johannes. Die Leute wollten alles über Jesus wissen. Jesus ging auch zu Johannes. Johannes sah, dass Jesus kommt.Johannes sagte zu den Leuten: Seht, da kommt Jesus. Jesus ist der, von dem ich euch erzählt habe. Jesus kommt von Gott. Jesus will die Welt gut machen. Johannes sagte: Zuerst wusste ich selber nicht, wer Jesus ist. Aber Gott hat mir gezeigt, wer Jesus ist. Jesus ist der, der die Kraft von Gott bekommt. Die Kraft von Gott kann ich sehen wie eine Taube. Die Kraft von Gott ist der Heilige Geist. Der Heilige Geist bleibt immer bei Jesus. Jesus will allen Menschen die Kraft von Gott schenken.Jesus will allen Menschen den Heiligen Geist schenken. Johannes sagte:
Alles, was ich sage, stimmt wirklich. Ich habe alles genau gesehen. Jesus ist wirklich der Sohn von Gott. (Bibel in leichter Sprache)
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Predigtgedanken:
„Seht, das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt!“ - In jeder Eucharistiefeier hören wir dieses Wort zur Hinführung zur Kommunionspendung.
Doch was verbinden wir mit diesem Bild vom Lamm Gottes, das uns immer wieder in den Texten der Heiligen Schrift begegnet?
Es lässt uns erinnern an den Auszug aus Ägypten, an die große Befreiungstag Jahwes an seinem Volk, als das Blut des Lammes an den Türpfosten der Israeliten den Todesengel vorüber gehen ließ. Das Lamm, das geopfert wird, damit viele zur Freiheit finden und neu aufleben dürfen. Auch ein Bild für Jesus, der viele frei gemacht hat von Krankheit, von Trauer, von Hunger und Ausgrenzung und der den Menschen neues Leben, Leben in Fülle geschenkt hat.
Das Bild vom Lamm Gottes, lässt uns denken an die Beschreibung des so genannten „Sündenbocks“ im Buch Levitikus. Am Versöhnungstag wurden einem Bock symbolisch vom Hohenpriester die Sünden des ganzen Volkes Israel aufgeladen und der „Sündenbock“ wurde in die Wüste getrieben. Auch von Jesus bekennen wir, dass er die Schuld und die Sünden aller Menschen auf sich nahm und ans Kreuz getragen hat.
Das Bild vom Lamm Gottes lässt uns denken an das Lied des Propheten Jesaja über den leidenden Gottesknecht: Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf. Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen.
Jedes Jahr am Karfreitag hören wir diese Worte über den leidenden Gottesknecht und erkennen darin Jesus wieder in seinem Leidensweg hin zum Kreuz.
Auch im letzten Buch der Heiligen Schrift, der Geheimen Offenbarung begegnet uns das Lamm Gottes, wenn es unter anderem heißt: Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.
Und im Versöhnungshochgebet werden wir auch noch einmal auf das stellvertretende Leiden und Sterben Jesu für uns Menschen, wenn es heißt: Als wir Menschen uns von dir abgewandt hatte, hast du uns durch deinen Sohn zurückgeholt. Du hast ihn in den Tod gegeben, damit wir zu dir und zueinander finden.
Der Sohn Gottes, den Johannes der Täufer am Jordan bezeugt, er kommt nicht mit Macht und Herrlichkeit. Er richtet sein Reich, das Reich Gottes nicht durch Gewalt und Krieg auf. Er richtet kein Unrechtsregime auf. Er will Gerechtigkeit. Er bricht keine Kriege vom Zaun und opfert unschuldige Menschen. Er will Frieden. Er zwingt den Menschen keine unnötigen Lasten auf oder will sie unterdrücken. Er will Freiheit zu den Menschen bringen, indem er sich klein macht, zum Diener aller. An dieses Vorbild sollten sich die Großen und vermeintlich Mächtigen dieser Welt immer wieder erinnern. Aber auch wir sollten uns in unserem Alltag, in unserem Zusammenleben das Vorbild des Lammes vor Augen halten, das in Jesus Gestalt angenommen hat und der uns zu einem erfüllten und gelingenden Leben führen will.
Für Familien mit Kindern:
Die Taube war das Erkennungszeichen für Jesus. So wussten nun alle, dass Jesus der Sohn Gottes war. er war es, der mit dem Heiligen Geist tauft, deshalb ist die Taube auch das Bild für den Heiligen Geist - bis heute. Da die Taube auch ein Bild für die Reinheit ist, wird sie auch oft bei Marienfiguren beigegeben. Aber auch in anderen Kulturen kennt man die Taube als Symbol für Frieden und Hoffnung. Schau doch einmal genau in deiner Kirche, wo kannst du Tauben entdecken?
Guter Gott, mein Lieblingsvogel ist eigentlich nicht die Taube, sondern...Da die Tauben aber für den Frieden und den Heiligen Geist stehen, haben sie natürlich eine besondere Bedeutung. Amen (dkv - Mein Sonntagsblatt 2020)
Lied:Gl 400, 1+2: Ich lobe meinen Gott...
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du schenkst uns den Heiligen Geist, machst uns zu deinen Schwestern und Brüdern. Wir bitten dich:
➢ Für alle, die tastend Gott suchen, dass sie ihn finden.
➢ Für alle, die meinen, Gott zu besitzen, dass sie ihn suchen.
➢ Für alle, die die Zukunft fürchten, dass sie vertrauen.
➢ Für alle, die gescheitert sind, dass sie eine neue Chance bekommen.
➢ Für alle, die zweifeln, dass sie nicht verzweifeln.
➢ Für alle, die hungern, wie auch immer, dass sie gesättigt werden.
➢ Für alle, die uns im Tod vorausgegangen sind, dass sie das Leben finden.
Herr, unser Gott! In unserem Suchen und Fragen, in Ohnmacht und Schwäche dürfen wir zu dir kommen. Höre und erhöre uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Vater unser: Herr Jesus Christus, der Heilige Geist, der nach dem Zeugnis des Johannes auf dich herabkam, lebt auch in uns, in unserer Mitte und verbindet uns mit dir und untereinander. Diese Gemeinschaft wollen wir jetzt wieder bekräftigen wenn wir mit deinen Worten beten: Vater unser...
Lied:Gl 405, 1+2: Nun danket alle Gott...
Gebet:
Allmächtiger Gott,
in dieser Feier hast Du uns an Deinem Leben Anteil geschenkt.
Bleibe bei uns auf den Wegen unseres Lebens.
Bleibe bei uns in den Stunden des Alltags und lass uns Deine Nähe spüren,
wenn ein Fest gelingt.
Lass uns einst mit allen Menschen vereint
teilhaben am großen Fest Deiner Gegenwart.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder. Amen
(Regina Kraus - Da berühren sich Himmel und Erde - S.106)
Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Lied:Gl 832, 1+3: Herr, wir bitten: Komm und segne uns...oder Gl 830: Halte zu mir, guter Gott,...
