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Hausgottesdienst am 4. Adventssonntag - A

Hausgottesdienst am
4. Adventssonntag - A
21. Dezember 2025

Die vier Kerzen auf dem Adventskranz oder am Adventsgesteck werden entzündet; danach:

Lied:Gl 223, 1-4: Wir sagen euch an...

Kreuzzeichen

Gedanken zur Hinführung:
„Klar-Stellung“ - das ist das Thema unseres heutigen Gottesdienstes am 4. Adventssonntag. Ein Begriff mit doppelter Bedeutung: jemand stellt etwas klar bzw. jemand bezieht klar Stellung für jemanden oder etwas. In den heutigen Lesungen aus der Hl. Schrift werden wir von solchen Klar-Stellungen Gottes für uns Menschen hören.

Gebet:
Herr, unser Gott,
manchmal verfangen wir uns
in unserer eigenen. kleinen Welt.
Dann vergessen wir die Verheißung,
den Stern, der über unserem Leben steht,
mit dem Du uns heraus leuchten willst
zu dem Größeren,
zu dem Mehr an Leben.
Lass uns immer wieder aufblicken
zu diesem Stern,
der uns zur Gelassenheit mahnt
und unsere Lebensquellen
von Neuem aufbrechen lassen will.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. (Nach: Stefan Köster: Gebete für die Eucharistie)

Lesung aus dem Buch Jesaja
Der Herr sprach zu Ahas; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel - Gott mit uns - geben.

Halleluja:Gl 174,1 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 1, 18-24)
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
oder: In leichter Sprache
Bevor Jesus geboren wurde, war es so: Die Mutter von Jesus hieß Maria. Maria war mit Josef verlobt. Maria war schwanger. Das heißt: Maria bekam ein Kind. Josef war nicht der Vater von dem Kind. Josef war deswegen traurig. Josef wusste nicht, wer der Vater war. Josef wollte Maria verlassen. Josef dachte darüber nach. Josef schlief ein. Josef träumte. Im Traum kam ein Engel zu Josef. Ein Engel ist ein Bote von Gott. Der Engel sagte zu Josef: Josef, das Kind von Maria kommt von Gott. Wenn das Kind geboren ist, sollst du darauf aufpassen. Du sollst der Vater von dem Kind sein. Darum sollst du bei Maria bleiben. Das Kind von Maria wird ein Junge. Der Junge soll Jesus heißen. Wenn Jesus groß ist, hilft Jesus den Menschen. Jesus will bei den Menschen sein. So wie Gott immer bei den Menschen ist. Das hat Gott den Menschen versprochen. Der Traum war zu Ende. Josef wurde wach. Josef machte alles so, wie es der Engel gesagt hatte.
© evangelium-in-leichter-sprache.de

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…

Predigtgedanken:
Auf die Frage „Ist alles klar?“ folgt in unseren Breiten oft die Antwort: „Klar wie Kloßbrühe!“ Doch diese Antwort ist ein Widerspruch in sich, denn Kloßbrühe ist ja eben alles andere als klar.
Auch unsere Beziehungen sind manchmal alles andere als klar. Sie sind manchmal von Missverständnissen oder Vorurteilen geprägt. Manchmal wollen wir Dinge nur aus unserem Blickwinkel sehen und versuchen nicht, sie auch einmal aus dem Blickwinkel meines Gegenübers zu betrachten. Manchmal werde ich aus dem/der Anderen einfach nicht schlau. Ich verstehe nicht, was er oder sie denkt und will. Ich fische beziehungsmäßig im Trüben; tappe im Dunkeln. Dann sehne ich mich nach Klarheit. Ich möchte geklärte Verhältnisse. Ich wünsche mir eine Klarstellung.
Auch in unserer Beziehung zu Gott braucht es ab und an eine Klarstellung. Auch in Bezug auf Gott weiß ich nicht immer, was er von mir will, was er mit mir vorhat. Und offensichtlich geht es nicht nur mir alleine so. Die biblischen Texte des heutigen Sonntags machen deutlich, dass Menschen auch vor Tausenden von Jahren göttliche Klarstellungen
nötig hatten. Angesichts eines drohenden Krieges mit benachbarten Völkern soll Ahas Gott um ein Zeichen bitten, um zum Ausdruck zu bringen, dass er auf die Hilfe und den Beistand Gottes in dieser bedrohlichen Situation baut. Ist es falsche Bescheidenheit oder versteckter Hochmut, der Ahas das Zeichen ablehnen lässt? Es wird nicht klar. Bildlich gesprochen schlägt Ahas die von Gott geöffnete Tür zu. Doch damit lässt es Gott nicht bewenden. Jesaja stellt klar: Jetzt wird Gott von sich aus ein Hoffnungszeichen setzen; ein Ausrufezeichen der Hoffnung, das in seinem Namen unmissverständlich zum Ausdruck bringt: Gott ist mit uns. Gott bezieht klar Stellung: Ich will das Heil für die Menschen.
Und auch Josef, der Maria nicht bloßstellen wollte, erfährt von Gott eine Klarstellung. Verletzter Stolz, Trauer, Schmerz, Enttäuschung, inneres Ringen in vielen schlaflosen Nächten. All das mag ihn in diesen Tagen umgetrieben haben. Gott geht mit Josef auch durch diese Erfahrung von Dunkelheit und Nacht. Im Schlaf, im Traum öffnet der Engel ihm die Augen und das Herz für die tieferliegende Wahrheit, die in der Schwangerschaft Marias zu finden ist. Auch hier kleidet Gott seine Hoffnungsverheißung in einen Namen: Jesus - Jeschua - Jehoschua - Gott ist Heil, Gott rettet. Und noch einmal klingt auch die Verheißung des Jesaja an: quasi als Verstärkung, Bestätigung, Vergewisserung. Man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Wie steht es mit mir? Bin ich mir klar über meine Beziehung zu Gott? Kann, will ich ihm vertrauen? Kann, will ich mich ihm anvertrauen mit meinem Leben, meinen Entscheidungen? Oder laufe auch ich Gefahr, alles selbst klären und regeln zu wollen? Was tue ich, um seinen angedachten Weg mit mir zu erkennen? Bin ich bereit, mich auf seine Zeichen, seine Wegweisung einzulassen, damit mir vieles über mein Leben klarer wird und sich vieles klären kann?
Für Familien mit Kindern:
Eine schwere Entscheidung für Josef: Soll er sich von Maria trennen, oder soll er sie heiraten? Gott schickt einen Engel, der ihm bei seiner Entscheidung hilft. Das tut Josef gut, und er entscheidet sich für Maria. Manchmal ist es wichtig, sich vor einer Entscheidung noch einmal alles gründlich zu überlegen. Menschen, die dich dabei beraten, können wie Engel sein. Hoffentlich kannst auch du dich dann so überzeugt und froh entscheiden, wie Josef.
Lieber Gott, es fällt mir manchmal schwer, mich zu entscheiden. Dann schick mir bitte einen Engel (Freunde, Erwachsene, Eltern…), den ich um Rat fragen kann. Bitte, hilf mir, richtig zu entscheiden. (dkv - Mein Sonntagsblatt - 2010)

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 355, 1-5 - Mel.: 231

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Immanuel - Gott-mit-uns, auf dich setzen wir unser Vertrauen und unsere Hoffnung. Wir bitten dich:

➢ Für alle, die den Überblick, den Durchblick in ihrem Leben verloren haben und sich nach Orientierung und Klarheit sehnen..
➢ Für alle, die seit Wochen und Monaten unter Krieg, Gewalt und Unterdrückung zu leiden haben: in der Ukraine, im Heiligen Land und an vielen anderen Orten dieser Welt.
➢ Für alle, die aufgrund einer eigenen schweren Erkrankung oder in der Sorge um einen lieben Menschen in ihrer Hoffnung und im Vertrauen auf die Zukunft angefochten sind.
➢ Für alle, die in beruflicher Hinsicht vor schweren Sorgen stehen und um ihre Existenz fürchten müssen.
➢ Für alle, die auch in ihrem Sterben ihre Hoffnung auf dich gesetzt haben.
Herr, unser Gott, du willst, dass wir einen guten Weg durch unser Leben finden. Schenke uns jeden Tag neu Kraft, Hoffnung und Gelassenheit dazu. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Vater unser: Herr Jesus, im Vertrauen, dass Gott, dein und unser Vater, uns nahe ist und uns hört, beten wir mit deinen Worten: Vater unser..

Lied:Gl 224, 1-3: Maria durch ein Dornwald ging...

Gebet:
Herr, unser Gott,
Enttäuschungen gehen uns noch lange nach;
Verletzungen tragen wir noch lange mit uns;
zerbrochene Träume haften wie Kletten an den Kleidern an unserer Seele.
Löse und heile uns von allem enttäuschten oder vorgetäuschten Leben,
bis die Klarheit Deines Geistes
alles ins rechte Licht rückt,
bis wir erkennen,
dass unsere Leere erfüllt ist
mit dem Geheimnis Deiner Gegenwart,
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herren. (Nach: Stefan Köster: Gebete für die Eucharistie)

Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Lied:Gl 227, 1-4: Komm, du Heiland aller Welt...

Ausmalbild für Kinder