Hausgottesdienst an
Fronleichnam - A
4. Juni 2026
Lied:Gl 849, 1+2+4: Deinem Heiland, deinem Lahrer...
Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Wir feiern Fronleichnam - die Einsetzung der Eucharistie. Eucharistie heißt „Danksagung“. Jede Eucharistiefeier, aber auch jeder Gottesdienst lädt mich dazu ein, still zu werden und darüber nachzudenken, wofür ich dankbar sein darf. in der Begegnung mit Gott darf ich mir bewusst machen, was Gott alles für mich tut, was sein Dienst, Gottes Dienst an mir ist.
Loblied:Gl 389,2: Dass du mich einstimmen lässt… oder Gl 807: Anbetung, Dank und Ehre...
Gebet:
Barmherziger Gott,
am Abend vor seinem Leiden
hat Dein Sohn uns im eucharistischen Mahl
das Gedächtnis seines Todes
und seiner Auferstehung anvertraut.
Lass uns dieses Geheimnis so feiern,
dass wir teilhaben an seiner erlösenden Kraft
durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit Dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
(Peter Köster: Gebete zur Feier der Eucharistie)
oder:
Danke, Jesus,
dass du Brot und Wein für uns bist,
dass du unsere Nahrung bist,
wenn wir es satt haben,
dass du unsere Kraft bist,
wenn wir nicht mehr aufstehen können,
dass du unser Licht bist,
wenn wir nicht mehr durch blicken,
dass du unser Weg bist und unser Ziel,
unsere Hoffnung und unser Leben,
heute und an allen Tagen unseres Lebens
bis in Ewigkeit. (Heriburg Laarmann - Das Fest unseres Lebens feiern - S. 116)
Lesung aus dem 1. Korintherbrief (1Kor 10, 16-17)
Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.
Antwortgesang:Gl 484, 1+2+3: Dank sei dir Vater...
Halleluja:Gl 174,1 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes ( Joh 6, 51-58)
Jesus sprach zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
oder in leichter Sprache:
Jesus sagte zu den Menschen: Ich bin lebendiges Brot von Gott.Ich gebe euch das lebendige Brot. Ich bin selber das lebendige Brot. Wer das Brot von Gott aufnimmt, lebt für immer bei Gott. Das lebendige Brot aufnehmen heißt:Dass ihr gut zuhört, was ich euch erzähle. Dass ihr mit eurem Herzen zuhört.
Denn ich habe euch lieb. Ich sterbe sogar für euch. Damit ihr immer das lebendige Brot zum Essen habt. Die Menschen fingen an zu streiten.Die Menschen sagten: Wieso ist Jesus das lebendige Brot? Wieso sollen wir Jesus essen? Sollen wir Jesus mit Haut und Knochen aufessen? Jesus sagte zu den Menschen: Hört mir gut zu. Ich erkläre euch etwas Wichtiges. Ihr habt mich falsch verstanden. Ihr sollt nicht Haut und Knochen von mir essen. Ich erkläre es euch anders:
Ich bin der Menschensohn. Menschensohn bedeutet zwei Sachen:Menschensohn bedeutet: Dass ich genauso ein Mensch bin wie ihr.
Und: Menschensohn bedeutet: Dass ich von Gott komme. Dass ich der Sohn von Gott bin. Der Sohn von Gott ist lebendig. Der Sohn von Gott ist lebendig, so wie Gott lebendig ist. Darum sage ich zu euch: Der Menschensohn ist lebendig:
– Das Fleisch vom Menschensohn ist lebendig. Das Fleisch vom Menschensohn istlebendiges Brot. Dieses lebendige Brot sollt ihr essen.
– Und das Blut vom Menschensohn ist lebendig. Das Blut vom Menschensohn ist lebendiger Wein. Diesen lebendigen Wein sollt ihr trinken. Wenn ihr also das lebendige Fleisch esst, und wenn ihr das lebendige Blut trinkt, dann lebe ich in euch. Und ihr seid immer bei mir. Dann lebt ihr für immer bei Gott.So wie ich immer bei Gott lebe. Darum hat mich Gott extra zu euch geschickt.Das meine ich, wenn ich zu euch sage: Ich bin das lebendige Brot. Alles andere Brot ist Brot für den Bauch.
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Predigtgedanken:
In Wikipedia heißt es zum Begriff „Lebensmittel:
Lebensmittel, auch Nahrungsmittel genannt, bilden einen wesentlichen Teil der Ernährung des Menschen und sind alle Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind, dass sie (in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand) von Menschen als Nahrung aufgenommen werden. Die zentrale Funktion des Konsums von Lebensmitteln ist die Versorgung des menschlichen Körpers mit Nährstoffen. Diese sind unverzichtbar für die Selbsterhaltung und daher oft der zentrale Bestandteil von Lebensmitteln. Eine weitere (erwünschte) Funktion des Konsums von Lebensmitteln kann der Genuss sein. Begrifflich abzugrenzen sind die Genussmittel, bei denen die Ernährung nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Seit einiger Zeit werden einige Lebensmittel auch als „Super food“ beworben, weil sie besonders gesund und effektiv sein sollen.
Letztlich steckt hinter dem Begriff „Lebensmittel“ die einfache Frage: Was lässt mich leben? Was gibt mir die Kraft zum Leben?
In einem Schlager der 70er Jahre hieß es einmal: „Nur die Liebe lässt uns leben…“
Und ein geflügeltes Wort drückt aus: Da lebt einer nur von Luft und Liebe.
„Nur die Liebe lässt uns leben…“ - Die Liebe Gottes zu uns Menschen hat ein Gesicht - in der Person des Jesus von Nazareth. Sie hat unter uns Gestalt angenommen - in Brot und Wein.
Er gibt sich selber in unsere Hände. Er schenkt sich uns, damit wir leben können. In der christlichen Bildersprache kennen wir diesbezüglich das Bild des Pelikans. Es geht zurück auf eine Erzählung aus Afrika:
Ein Land wurde von einer großen Hungersnot befallen. Menschen und Tiere litten Not. Sie wussten nicht, wie sie ihr Leben erhalten konnten.
In diesem Land lebte auch ein Pelikan, der sich nicht so sehr um sein Leben als vielmehr um das Leben seiner Jungen sorgte. sie forderten Tag für Tag ihre Nahrung. Dfer Pelikan wusste keinen Ausweg mehr,. In seiner großen Not bohrte er sich mit dem Schnabel ein Loch in die Brust und gab sein Blut den Jungen zu trinken.
Als die Hungersnot vorüber war, konnten die Jungen gekräftigt ins Leben hinausfliegen. Der Pelikan aber starb. Er hatte sein Blut, sein Leben verschenkt an seine Jungen.
Der Pelikan - ein Sinnbild für Christus.
Und auch vom Heiligen Nikolaus von Flüe heißt es, dass er Jahre lang sich ausschließlich vom Empfang der Eucharistie ernährt habe.
Der Leib Christi ist das Lebensmittel, das Super food, das Jesus uns immer wieder in die Hände legt, damit unser Körper, unsere Seele und unser Geist immer wieder mit dem versorgt wird, was wir für unser Leben und unseren Glauben brauchen.
Credo - Lied:Gl 354: Gott ist dreifaltig einer...
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du suchst Menschen, die als deine Verbündete mitbauen am Reich Gottes, am Reich deines Vaters. Wir bitten dich:
➢ Wir bitten um Gerechtigkeit für alle Menschen, die in Armut und Elend leben müssen, denen täglich das Nötigste fehlt, die ihrer Menschenwürde beraubt sind.
➢ Wir bitten um Freiheit für alle, die ihre Meinung nicht frei äußern dürfen, die unter Diktaturen leben müssen, die widerrechtlich eingesperrt wurden.
➢ Wir bitten um Frieden für die Menschen in der Ukraine und in Russland, im Nahen und Mittleren Osten und an den vielen anderen Orten, an denen Krieg und Gewalt herrschen, die wir aber oft übersehen.
➢ Wir bitten um Trost für alle Verzweifelten und Trauernden.
➢ Wir erinnern uns unserer Verstorbenen und bitten für sie um ewiges Leben und deinen Frieden.
Herr, unser Gott, immer wieder bietest Du uns Menschen Deinen Bund an. Du willst mit uns durch dieses Leben gehen und uns zu einem guten Ziel führen. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Vater unser
Herr Jesus Christus, mit deinen Worten bitten wir um alles, was wir zum Leben brauchen; Brot, Versöhnung, Gemeinschaft mit dir, mit dem Vater und miteinander: Vater unser…
Lied:Gl 851, 1+2: Kommt her, ihr Kreaturen all… oder Gl 470, 1-3: Wenn das Brot, das wir teilen...
Gebet:
Unser tägliches Brot, lieber Vater im Himmel,
gib uns, damit wir nicht hungern.
Du selbst hast uns geboten, so zu bitten.
Gib uns das Brot.
Gib uns den Frieden.
Gib Brot und Frieden allen Menschen.
Auch das Wort ist Brot.
Gib uns Phantasie, lieber Vater im Himmel,
damit uns ein Wort einfällt,
denn es ist Brot für andere.
Lass uns ein Wort einfallen,
wenn Streit ist, Angst oder Verdacht.
Lass uns tägliches Brot sein für die Menschen,
die nicht leben können ohne unser Wort
Gib tägliches Brot durch unseren Mund.
Du hast allen das Brot und das Wort gegeben
seit all den Jahren,
in denen wir Frieden genießen.
Mach uns nun zum Brot für die Hungernden in der Welt:
für die, die in der Ferne nach Brot hungern,
und die, die in der Nähe unser Wort brauchen.
Unser tägliches Brot,
Vater im Himmel,
gib uns durch unser aller Hände
und durch unser aller Wort.
(Jörg Zink - in: Ursula Klauke/ Norbert Brockmann - angedacht - S. 175)
Segen
Gesegnet sei unser Mund, der das Wort verkündet!
Gesegnet seien unsere Füße, die das Wort in die Welt tragen.
Gesegnet seien unsere Hände, die das Wort in die Tat umsetzen
und das Brot mit den Menschen teilen.
Gesegnet sind wir – durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
Amen. (ARGE Liturgie)
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Lied:Gl 853, 1+5+6: O heil'ger Leib des Herrn...oder Gl 380, 1+6+11: Großer Gott, wir loben dich…
