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Dienstag, 19. Oktober 2021
Dienstag der 28. Woche im Jahreskreis
- Tagesimpuls -

Tageslesungen:

Römer 5, 12.15b.17-19.2ob-21
Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. Sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheim gefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden. Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus. Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt. Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden. Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden. Denn wie die Sünde herrschte und zum Tod führte, so soll auch die Gnade herrschen und durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben führen, durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Lukas 12, 35-38

Lied: Gl 414, 1-3: Herr, unser Herr,...

Kreuzzeichen
einen der beiden Schrifttexte oder beide lesen

Stille - um die Worte der Hl. Schrift in sich nachklingen zu lassen

Lied: Gl 358, 1+6: Ich will dich lieben meine Stärke...

Impuls:
Einer für alle, alle für einen!“ - das war das Leitwort der drei bzw. vier Musketiere im weltberühmten Roman von Alexandre Dumas. „Einer für alle“ - so können wir auch den heutigen Abschnitt aus dem Römerbrief überschreiben. Was durch die „Sünde Adams“ an Unheil in die Welt kam, das wird durch den „Einen“ - sprich Christus - wieder in das Heilvolle zurückgeführt. Christus biegt gerade, was durch den Menschen verbogen wurden. Aus Tod wird Leben, aus Verurteilung Gerechtsprechung, aus Ungehorsam Gehorsam, aus Sünde Gnade. „Alle für einen!“ - das dürfen wir uns für unser eigenes Leben auf die Fahne schreiben. Jesus will auch in mein Leben kommen, um „zu heilen, was verwundet ist“. Das setzt aber voraus, das wir erwartungsvoll sind; dass wir damit rechnen, dass er auch in mein Leben kommen will, dass er bei mir anklopft. Unser Leben, unsere Welt kann sich nur zum Guten hin verändern, wenn er einen Platz findet, einen Platz hat in unserem Leben, in unserer Welt.

Gebet:
Auf Gott warten
Ich warte auf dich.
Ich horche ins Schweigen
und warte auf Dich.
Das ist meine Hoffnung,
dass Du den Weg zu mir findest,
obwohl mein Glaube
dahinsiecht.
Alles in mir sehnt sich
nach Deiner Nähe,
nach Deiner Berührung,
nach befreiender Gewissheit.
„Du rufst ins Nichts“,
sagt der Zweifel.
„Da ist kein Gott“,
sagt die Angst.
„Gib endlich auf“,
sagt die Müdigkeit.
Aber meine Seele will nicht aufhören,
nach Dir zu fragen.
Sie ahnt Dich.
Sie hat Heimweh nach Dir.
Mein Gott, ich warte auf Dich.
(Antje Sabine Naegeli - Umarme mich - S.22)

Vater unser

Segen
Licht möge um dich sein,
Licht innen und außen.
Wo du auch bist,
mögen freundliche Menschen dir begegnen.
(Irischer Segenswünsche für jeden Anlass - S. 40)

Es segne, führe und begleite uns der allmächtige und barmherzige Gott -
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Lied: Gl 428, 1+5: Herr, dir ist nichts verborgen...und/ oder Gl 870, 1+2: Rosenkranzkönigin...

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