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Mittwoch, 13. Oktober 2021
Mittwoch der 28. Woche im Jahreskreis
- Tagesimpuls -

Tageslesungen:
Römer 2,1-11
Lukas 11,42-46

Lied: Gl 457, 1-3: Suchen und fragen...

Kreuzzeichen
einen der beiden Schrifttexte oder beide lesen

Stille - um die Worte der Hl. Schrift in sich nachklingen zu lassen

Lied: Gl 458, 1-4: Selig seid ihr...

Impuls:
Es ist eine alte Erfahrung: Wer mit einem Finger auf einen anderen Menschen zeigt, zeigt mit vier Fingern auf sich selbst. Es ist die große Versuchung des Menschen, sich besser zu dünken als andere, sich über andere erheben zu wollen. Wir beurteilen einander, begegnen einander mit Vorurteilen, verfallen leicht in Vorverurteilungen.
Mit sehr eindringlichen und mahnenden Worten haben wir es in den heutigen Schrifttexten zu tun. Es wird gedroht mit Zorn und Grimm, Not und Bedrängnis und Jesus tadelt die Unaufrichtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten. Stattdessen ergeht an uns die Aufforderung, Gutes zu tun, Güte und Geduld zu leben.
Letztlich kommt es nicht nur darauf an, die niedergeschriebenen Gesetze, Gebote und Weisungen zu beachten, sondern mehr darauf, nach dem eigentlichen Willen Gottes für mein Leben und mein Zusammenleben mit Anderen zu fragen.
Ein Leben nach der Vorstellung darf nie nur das eigene Leben im Blick haben.
Es braucht auch immer die Rücksicht auf und die Umsicht für den Mitmenschen. Und das fällt oft so schwer!

Gebet:
Innehalten, Herr, will ich
einen Augenblick lang am Morgen dieses Tages.
Vor dir.
Ehe das Vielerlei kommt,
die Nachrichten, die Aufgaben, die Menschen.
Innehalten will ich und derer gedenken,
die der Gedanken und der Hilfe eines Menschen bedürfen.
Ich gedenke also derer, die du liebtest:
der Kranken und Verletzten.
Landauf, landab liegen sie in Krankenzimmern und Kammern.
Wenige nur haben einen Menschen.
Ich gedenke der Einsamen.
Ich frage nicht, wer die Schuld trägt,
sie selbst oder die anderen oder niemand.
Denn du willst, dass die Einsamen einen Menschen haben.
Lass mich einem einsamen Menschen heute ein Wort sagen,
durch das ich ihm nahe bin
und du, Herr, durch mich.
Ich gedenke derer, die unserer Welt nicht gewachsen sind,
die man abspeist mit ein wenig Fürsorge.
Ich gedenke der Beladenen und Belasteten,
der Schwermütigen und vom Tod Gezeichneten.
Ich möchte deinen Weg gehen, heute.
Oder doch einen Schritt auf deinem Weg.
Dass mein Wort dein Wort ist,
meine Nähe deine Nähe.
(Worte heute - S. 166)

Vater unser

Segen
Der Frieden, der allein vom Herren kommt,
möge dein Herz erfüllen
und dich mit Freude ermuntern.
(Möge das Glück dir immer nahe sein - Irische Segenswünsche für jeden Tag - benno - S. 396)

So segne uns alle und alle, die uns nahe sind,
der allmächtige und barmherzige Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen

Lied: Gl 453, 1-4: Bewahre uns, Gott,...und/ oder: Gl 867, 1+2: Sei, Mutter der Barmherzigkeit,...

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