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Hausgottesdienst am 18. Sonntag im Jahreskreis A

Hausgottesdienst am
18. Sonntag im Jahreskreis A
2. August 2026

Lied:Gl 477, 1+2: Gott ruft sein Volk zusammen…

Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Osterkerze oder einer anderen Kerze

Gedanken zur Hinführung:
Es ist wieder Sonntag. Zeit zum Atem - Holen, Zeit, um durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen. Für viele stehen auch einige Tage der Erholung, des Urlaubs und der Ferien an. Wenn wir zur Ruhe kommen, dann steigen manchmal auch Gedanken in uns auf; Gedanken über unser Leben; wie es ist, wie es sein sollte, wie wir es uns wünschen…
In jedem Gottesdienst lässt uns Gott zur Ruhe kommen, damit wir mit ihm über unser Leben nachdenken, ihm unser Leben hinhalten, uns ihm anvertrauen.
Stimmen wir ein in das Lob Gottes:

Loblied:Gl 167: Dir Gott im Himmel Preis und Ehr...

Gebet:
Gott,
du hast uns verschiedene Gaben geschenkt.
Keinem gabst du alles - und keinem nichts.
Jedem gibst du einen Teil.
Hilf uns,
dass wir uns nicht zerstreiten,
sondern einander dienen mit dem,
was du einem jeden zum Nutzen aller gibst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. (Messbuch - 14/309)

Lesung aus dem Buch Jesaja - Jes 55, 1-3
So spricht der Herr: Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung! Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen. Neigt euer Ohr mir zu und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.

Antwortgesang: Gl 470, 1+2: Wenn das Brot, das wir teilen...

Halleluja: Gl 174, 1 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 14, 13-21)
Als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.
oder: In leichter Sprache:
Einmal wollte Jesus alleine sein. Jesus fuhr mit einem Boot weg. Jesus wollte zu einer Stelle, wo keine Menschen sind. Aber die Leute konnten sehen, wohin Jesus mit dem Boot fuhr. Die Leute liefen schnell zu Fuß zu der Stelle. Die Leute waren sogar schneller als Jesus. Jesus kam mit dem Boot an der Stelle an. Da standen die vielen Menschen schon am Ufer. Die Menschen hatten sogar die Kranken mitgeschleppt. Jesus bekam Mitleid mit den Menschen. Jesus blieb bei den Menschen. Jesus machte die Kranken gesund. Dann war es Abend. Es wurde dunkel. Die vielen Menschen hatten an der einsamen Stelle nichts zu essen. Die Freunde sagten zu Jesus: Es ist schon spät. Du musst die Menschen weg schicken. Die Menschen müssen sich etwas zu essen kaufen. Weil die Menschen Hunger haben. Jesus sagte: Nein, die Menschen müssen nicht weg gehen. Ihr könnt den Menschen selber etwas zu essen geben. Die Freunde sagten: Wir haben doch selber nichts zum Essen.Wir haben nur 5 Brote. Und 2 Fische. Jesus sagte: Bringt die Brote und die Fische zu mir.Die Leute sollen sich ins Gras setzen. Die Freunde brachten die Brote und die Fische zu Jesus. Jesus nahm die Brote und die Fische in die Hände. Jesus blickte zum Himmel.Jesus betete. Und lobte Gott. Danach teilte Jesus das Brot und die Fische in Stücke.Jesus gab die Stücke den Freunden. Die Freunde verteilten die Stücke an die Menschen.Alle Menschen aßen. Alle Menschen wurden satt. Zum Schluss sammelten die Freunde die Reste vom Brot ein. Es waren noch 12 Körbe voll mit Resten. Obwohl so viele Menschen da waren.© katholisches Bibelwerk

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht...

Predigtgedanken:
Es gibt ganz unterschiedliche Vorstellungen von Gott. Manchmal begegnet uns die Vorstellung des so genannten „Buchhalter“ - Gottes; einem rechnenden und berechnenden Gottes, der alles ganz genau im Buch des Lebens aufnotiert. Manchmal begegnen uns auch Vorstellungen eines rächenden oder strafenden Gottes. Doch in den Schrifttexten des heutigen Sonntags begegnet uns alles andere als ein berechnender Gott. Im Gegenteil: Wir
erleben einen großzügigen und spendablen Gott, der den Menschen umsonst anbietet, was sie zum Leben brauchen, was sie suchen, um ihren Hunger und Durst nach Leben zu stillen. Und auch das heutige Evangelium setzt einen anderen Akzent. Auch hier begegnen wir einem Gott, der den Hunger der Menschen stillt, der die Menschen satt macht, der Tausenden Nahrung zukommen lässt. Und das Ganze gratis, umsonst - wörtlich übersetzt aus Gnade.
Aber bei genauerer Betrachtung erkennen wir: Es ist nicht allein Gott, der satt macht und auch nicht Jesus. Da steht der Satz im Raum: Gebt ihr ihnen zu essen! Es ist die Gemeinschaft, die sich auf die Suche macht: Was können wir miteinander teilen. Wie können wir unser Leben miteinander teilen, unseren Hunger und Durst nach Leben, unsere Fragen, Sorgen, Ängste? Wie können wir unsere Begabungen, Fähigkeiten, Talente miteinander teilen. Gemeinschaft heißt im Lateinischen communio. Und genau das ist es, was wir in diesem Augenblick miteinander feiern. Wir alle sind diese Gemeinschaft, an die aus dem Mund Jesu der Auftrag ergeht: Gebt ihr ihnen zu essen. Im Brechen, im Teilen des Brotes soll eine neue Lebensgemeinschaft entstehen. Es geht um die Gemeinschaft mit Jesus, der sich selber das Brot des Lebens nennt. Es geht darum, dieses Brot des Lebens miteinander zu teilen und so das eigene Leben mit Jesus zu teilen, der uns immer wieder das Brot brechen will und damit aufbrechen will all unser Suchen und Fragen, all unseren Hunger nach Leben.
Von dem Dichter Joachim Ringelnatz stammen folgende kurze Zeilen
Und Gott lachte und sprach: „Alles gratis!“
Da gingen die Menschen und nahmen sich,
Was sie wollten. Und jeder war selig.
Und niemand beneidete den anderen.
Denn es war genug für alle da.

Für Familien mit Kindern:
Wenn wir eine Wanderung unternehmen, dann nehmen wir immer auch einen Proviant mit. Dabei haben wir meistens mehr als genug zu essen dabei. Selbst wenn einer fast nichts dabei hat: Wenn alle teilen und diejenigen, die mehr haben den anderen etwas abgeben, dann muss keiner hungern. Schön, wenn es nicht nur bei einer Wanderung, sondern auch weltweit klappen würde, dann hätten auch die Armen genug zu essen.
Lieber Gott, bitte, hilf uns Menschen, dass wir unsere Lebensmittel gerechter54 aufteilen können, damit kein Mensch mehr hungern muss. (Mein Sonntagsblatt - dkv - 2014)

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen: sprechen oder singen: Gl 790, 1-4: Wir glauben an den Vater...

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will. Wir dürfen auch beten für verstorbene Freunde und Angehörigen. Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus, Brot des Lebens! Du willst unseren Hunger nach Leben stillen. Wir bitten dich:

➢ Für alle, deren Leben bedroht ist von Gewalt, Terror und Krieg.
➢ Für alle, die durch die Brandkatastrophen der letzten Tage Hab und Gut verloren haben.
➢ Für alle, denen das Nötigste fehlt, die unter Hunger und fehelnder medizinischer Versorgung leiden.
➢ Für alle, die sorglos im Überfluss leben und den Blick für die Notleidenden verloren haben.
➢ Für unsere Verstorbenen, für alle Verstorbenen unserer Pfarreiengemeinschaft, für alle, die über den Tod hinaus einen Platz in unserem Herzen haben, dass sie bei dir Leben und Frieden finden.
Herr, unser Gott, du sorgst für uns. Du schenkst uns, was wir zum Leben brauchen. dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Vater unser:
Herr Jesus Christus, wie oft haben wir schon um das tägliche Brot gebetet und dabei wenig beachtet, dass es nicht nur mein Brot ist, sondern verteilt werden will, damit sich das Wunder in Gang setzt, das alle satt machen kann an Sinn und Glauben: Vater unser…

Lied:Gl 859: Du bis heilig, du bringst Heil...

Zum Nachdenken:
Du hast vollkommen Recht:
Der Glaube macht nicht satt,
im Gegenteil:
Er verhindert, dass du satt wirst,
er macht hungrig.
Hunger weckt er und Durst
nach Gerechtigkeit.
Doch dieser Hunger ist der beste Koch.
Es kommt der Tag, da ist das Mahl bereitet,
ein Mahl wie keines,
Brot und Fisch für alle.
Zwölf Körbe fassen nicht den Überfluss.(Lothar Zenetti - Auf seiner Spur S. 144)

Segen:
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott -
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Ausmalbild für Kinder

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