Hausgottesdienst am
17. Sonntag im Jahreskreis A
30. Juli 2023
Lied:Gl 149, 1-3
Kreuzzeichen evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Ein hörendes, ein glaubendes und vertrauendes Herz haben - das ist ein großes Geschenk. Gott will uns immer wieder ansprechen. Er will in uns Mut, Hoffnung und Vertrauen stärken. Und er will seine Weisheit, seinen Plan für unser Leben in uns immer wieder zum Klingen bringen.
Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:
Loblied:Gl 167
Gebet:
Gott, unser Vater,
wir rufen dich an:
Öffne unser Ohr,
damit wir hören und verstehen,
was du uns heute sagen willst.
Gib uns ein gläubiges Herz,
damit unser Beten dir gefällt
und unser Leben vor dir bestehen kann.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. (Nach: Messbuch: 1/S. 304)
Lesung aus dem 1. Buch der Könige (1 Kön 3,5.7-12)
Der Herr erschien dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll. Und Salomo sprach: Herr, mein Gott, du hast jetzt, deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll. Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann. Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren? Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach. Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um den Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so
weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht.
Antwortgesang:Gl 449, 1+2
Halleluja:Gl 175,6
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 13, 44-46)
Jesus sprach zu seinen Jüngern:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.
oder: In leichter Sprache
Jesus erzählte den Menschen von Gott. Und vom Himmelreich. Das Himmelreich ist schwer zu verstehen. Darum erzählte Jesus Beispiele. Und Geschichten.Damit die Menschen das Himmelreich besser verstehen können. Jesus sagte:
Mit dem Himmelreich ist es ähnlich wie mit einem Schatz. Der Schatz war in der Erde von einem Feld vergraben. Das wusste keiner. Einmal arbeitete ein Mann auf dem Feld. Beim Umgraben bemerkte der Mann den Schatz. Der Mann freute sich.Der Mann wollte den Schatz gerne haben. Darum machte der Mann das so:Zuerst deckte der Mann den Schatz wieder mit Erde zu. Dann nahm der Mann sein ganzes Geld. Mit dem Geld kaufte der Mann das Feld. Jetzt gehörte das Feld dem Mann. Und der kostbare Schatz gehörte auch dem Mann. Jesus sagte: Mit dem Himmelreich ist es so, wie wenn ihr schöne Perlen sucht. Einmal gab es einen Kaufmann. Der Kaufmann suchte schöne Perlen. Eines Tages fand der Kaufmann eine schöne Perle. Die Perle war wertvoll. Der Kaufmann wollte die Perle unbedingt haben. Aber der Kauf-Mann hatte zu wenig Geld. Der Kaufmann konnte die Perle nicht bezahlen. Darum verkaufte der Kaufmann alles, was er hatte. Jetzt hatte der Kaufmann genug Geld. Jetzt konnte der Kaufmann die wertvolle Perle kaufen. © katholisches Bibelwerk
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht...
Predigtgedanken:
Die KI - die künstliche Intelligenz beherrscht mehr und mehr unsere Diskussionen und unseren Alltag. So hat vor wenigen Tagen die KI von OpenAI einen eigenständigen Hackerangriff gestartet. Einige Politiker sind in die Kritik geraten,
weil sie ihre Reden mittels KI erstellen ließen. Bildungseinrichtungen - Schulen und Universitäten warnen, dass Leistungsnachweise nicht mehr gesichert eigenständig von Schülerinnen, Schülern oder Studierenden erstellt werden. Im Medienbereich werden mittels KI vermehrt Fake-News erstellt und damit eine objektive Berichterstattung erschwert. Andererseits befürworten Naturwissenschaften die Möglichkeiten der KI für ihre Forschung. Auch Papst Leo hat sich in seiner jüngsten Enzyklika mit den Chancen und Riskien der „Künstlichen Intelligenz“ auseinandergesetzt.
Ich möchte für mich festhalten: Keine noch so hoch entwickelte Künstliche Intelligenz kann und darf das eigene Denken und die eigene Suche nach der Wahrheit ersetzen. Ein gesunder Menschenverstand ist ein großer Schatz. Das sehen wir am Beispiel des Salomo, der nicht um langes Leben, Reichtum oder Macht bittet, sondern um Einsicht und Weisheit.
Und das gilt auch für unseren Glauben. Wenn Jesus vom Himmelreich spricht, will er uns deutlich machen, wie wichtig der Glaube, das stetige Vertrauen auf Gott, die Freundschaft mit Jesus für unsere Leben ist. Das sind wirkliche Schätze. Diese Schätze fallen uns aber nicht einfach so in den Schoß. Sie fordern unser Engagement, unseren Einsatz.
Der Mann im Evangelium, der den Schatz im Acker findet. Er kauft den ganzen Acker. Wir können auch sagen: Er kauft den ganzen Dreck außen herum, um an den Schatz zu kommen.
Und auch der Händler verkauft seinen ganzen Besitz, um die eine prächtige Perle zu erwerben.
Es gibt Dinge in meinem Leben, für bin ich bereit, ganz viel herzugeben, ganz viel einzusetzen.
Überlegen wir einmal, was für mein Leben ein solcher Schatz sein kann, was mir unbeschreiblich wertvoll, kostbar, ja vielleicht sogar heilig ist, dass ich alles dafür hergeben würde…
„Du bist ein Schatz!“ - Das haben vielleicht deine Eltern schon einmal zu dir gesagt. Oder jemand anderes, der dich sehr gern hat. Vielleicht habe ich es auch schon einmal einem anderen Menschen gesagt. Zufriedenheit kann ein Schatz sein oder Gesundheit. Freundschaft kann ein Schatz sein oder das Vertrauen, das mir jemand schenkt. Die Hoffnung in einer schweren Zeit kann ein Schatz sein. Und auch der Glaube kann ein Schatz sein, weil er mir Halt geben, Stütze sein kann. Gott bietet mir seine Freundschaft an und sagt uns immer wieder, dass er bei uns ist, wo immer wir sind. Jesus will unser Schatz sein, der sich in seinem Leib immer wieder in unsere Hände gibt.
Bleiben wir immer auf der Suche nach den Schätzen unseres Lebens, nach allem, was unser Leben reich und wertvoll macht. Und manchmal finden wir den Schatz unseres Lebens ganz in unserer Nähe.
Für Familien mit Kindern:
Eine ungeöffnete Schatzkiste macht neugierig. Mit einem Schlüssel kann man entdecken, welche Schätze in der Kiste verborgen sind. Es gibt einen Spruch, der heißt: „Der Schlüssel zum Glück.“ In unserem Leben brauchen wir manchmal den richtigen Schlüssel, um glücklich zu sein. Wir müssen herausfinden, was uns glücklich macht, was uns Freude bereitet. Was sind denn deine Schätze im Leben?
Lieber Gott, es ist schön, Schätze zu haben. Du bist unser größter Schatz. Aber es ist manchmal gar nicht so leicht, dich zu finden. Hilf mir bei der Suche nach dir. Hilf uns, dass wir neugierig nach dir sind. Amen
Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 355, 1-5 auf Mel.: 393
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817 oder:
Herr Jesus Christus, den Schatz der Erkenntnis deiner Nähe und Gegenwart in unserem Leben tragen wir in tönernen Gefäßen. Voll Vertrauen bitten wir dich:
➢ Für alle, die nicht mehr auf Gottes Hilfe vertrauen können oder nicht mehr glauben wollen.
➢ Für alle, die Angst haben, kein Vertrauen mehr in ihr Leben finden und sich in sich zurückgezogen haben.
➢ Für alle, die derzeit ein schweres Schicksal zu tragen haben und darunter zu zerbrechen drohen.
➢ Für unsere Kinder und Jugendliche, die ihren Weg suchen in eine gute Zukunft.
➢ Für unsere Verstorbenen, an die wir in Dankbarkeit und Liebe denken.
Herr, unser Gott, höre, was wir dir anvertrauen. Lass uns erfahren, dass du bei uns bist und bei uns bleibst. darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Vater unser: Herr Jesus, dankbar für den Schatz des Glaubens bitten wir Gott um die Kraft, immer wieder Zeugnis zu geben. Und so beten wir voll Vertrauen mit deinen Worten: Vater unser...
Lied:Gl 484, 1+5+6
Gebet:
Guter Gott,
du schenkst uns so viel Gutes.
Durch uns soll es zum Segen für andere werden.
Du hast uns durch dein Wort und deine Gegenwart gestärkt.
Behüte uns auf allen Wegen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
unseren Bruder und Herrn.
Segen
Gott,
sei du mit uns auf den vielen Reisen unseres Lebens.
Lass uns ziehen auf einer Straße,
die von den Strahlen der Sonne gewärmt wird.
Ein Baum sei wie ein grünendes Dach,
das dem Rastenden Schatten spendet,
sanft sei der Wind,
der den Rücken stärkt,
hell der Horizont,
der zum Weiterwandern ermutigt.
Und ein Haus liege am Wege,
das Herberge gibt und Geborgenheit. (Eleonore Reuter)
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Lied:Gl 451, 1+2
