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Hausgottesdienst am 2. Sonntag nach Weihnachten

Hausgottesdienst am
2. Sonntag nach Weihnachten - A
4. Januar 2026

Lied:Gl 236, 1-4: Es kommt ein Schiff geladen...

Kreuzzeichen - evtl. Entzünden einer Kerze

Gedanken zur Hinführung:
Schon mehr als eine Woche liegt Weihnachten schon wieder hinter uns. So langsam holt uns der Alltag wieder ein. Doch Weihnachten, das Geheimnis der Menschwerdung Gottes mitten unter uns, ist nicht auf wenige Tage im Dezember beschränkt. Gott will immer wieder unter uns Gestalt annehmen; im Grunde jeden Tag des Jahres, jeden Tag unseres Lebens. Deshalb ist es wichtig, dass wir immer mit ihm rechnen. Er kommt immer wieder zu uns, um bei uns Wohnung nehmen zu wollen. Bin ich bereit, ihn einzulassen, mich auf ihn einzulassen?

Stimmen wir ein in das Lob Gottes:
Gl 247, 1+4

Gebet:
Gott,
wir danken dir, dass du in Jesus zu uns gekommen bist,
um uns Licht, Frieden und Freude zu schenken.
Führe alle Menschen aus der Dunkelheit in dein Licht.
Schenke Frieden allen, die in Zank und Streit leben, in Unfrieden und Krieg.
Sei nahe allen, die traurig sind und leiden müssen,
die verfolgt werden und flüchten müssen.
Gib uns die Kraft, in deinem Licht zu leben
und deinen Frieden zu den Menschen zu tragen,
damit Friede wird auf dieser Erde durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.
(Heriburg Laarmann - mit Freude das Leben feiern - S. 37)

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach (Sir 24,1-2.8-12):
Die Weisheit lobt sich selbst, sie rühmt sich bei ihrem Volk.
Sie öffnet ihren Mund in der Versammlung Gottes und rühmt sich vor seinen Scharen: Der Schöpfer des Alls gab mir Befehl; er, der mich schuf, wusste für mein Zelt eine Ruhestätte. Er sprach: In Jakob sollst du wohnen, in Israel sollst du deinen Erbbesitz haben. Vor der Zeit, am Anfang, hat er mich erschaffen und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht. Ich tat vor ihm Dienst im heiligen Zelt und wurde dann auf dem Zion eingesetzt. In der Stadt, die er ebenso liebt wie mich, fand ich Ruhe,
Jerusalem wurde mein Machtbereich. Ich fasste Wurzel bei einem ruhmreichen Volk, im Eigentum des Herrn, in seinem Erbbesitz.

Antwortgesang:Gl 752, 1-3: Freu dich, Erd- und Sternenzelt…

Halleluja:Gl 721 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 1, 1-5.9-14)
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
oder in leichter Sprache
Gott hat die ganze Welt erschaffen. Aber woher kommt Gott? Wer hat Gott erschaffen? Niemand hat Gott erschaffen. Gott ist selber der allererste Anfang.Am Anfang ist Gott. Gott ist der allererste Anfang. Gott muss nicht erschaffen werden. Gott hat keinen Anfang und kein Ende. Gott gehört die ganze Welt. Gott wollte bei den Menschen wohnen. Darum schickte Gott Jesus in die Welt. Aber die Menschen wollten Jesus nicht haben. Die Menschen sagten: Geh weg, Jesus.Wir brauchen dich nicht. Aber einige Menschen glauben an Gott. Einige Menschen freuen sich, dass Gott Jesus geschickt hat. Die Menschen freuen sich, dass Jesus geboren ist. Die Menschen sind froh. Die Menschen sagen: Jetzt wissen wir endlich, wie wunderbar Gott ist.

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…

Predigtgedanken:
Das Wort, das dir weiter hilft, kannst du dir nicht selber sagen! - Dieses Sprichwort stand Jahre lang auf einer Spruchkarte auf meinem Schreibtisch. Die Spruchkarte
ist schon längst im Altpapier gelandet, aber der Satz hat sich mir eingeprägt und ich glaube, dass er nach wie vor zutrifft.
Ein Wort des Lobes muss von außen an mich herankommen, denn „Eigenlob adelt“.
Ein Wort des Dankes muss mir ein anderer zusagen. Welchen Sinn sollte es haben, sich selber zu danken.
Ein Wort des Trostes kann ich mir nicht selber zusprechen, sonst lande ich in der Selbstvertröstung.
Ein Wort der Vergebung muss von dem kommen, an dem ich mich schuldig gemacht habe. Ich kann mich nicht selber entschuldigen. Ich kann nur um Entschuldigung und Vergebung bitten.
Ein Wort der Treue können sich zwei Menschen nur gegenseitig zusagen in der Hoffnung, es ein Leben lang mit Leben immer wieder neu zu füllen.
Das Wort, das dir weiter hilft, kannst du dir nicht selber sagen! - Genau das tut Gott. Er sagt uns sein Wort zu. Mehr noch: Er sendet uns sein Wort, lässt sein Wort in unsere Welt kommen, lässt sein Wort Fleisch werden.
Dabei drücken wir in unserer deutschen Sprache diesen Begriff „Wort“ viel zu schwach aus. Im Griechischen steht da eigentlich: „logos“. Und der Logos bedeutet viel mehr, sagt im Grunde viel mehr aus als wir mit „Wort“ meinen.
Logos ist die Lehre, der vernünftige Grund, der Sinn einer Sache. In unserem Sprachgebrauch wird das deutlich, wenn wir sagen: Da ist etwas logisch bzw. da folgt etwas einer inneren Logik. Wo etwas logisch ist, da ist es sinnerfüllt. Da macht etwas Sinn, ist bedacht und begründet.
Der Logos Gottes hat einen Namen: Jesus Christus. Er ist der Grund, auf den wir unser Leben und unseren Glauben bauen können und dürfen. Er will unserem Leben den Sinn geben; will uns hinweisen auf das letzte Ziel unseres Lebens. Er ist die Mensch gewordene Weisheit Gottes, die uns Antwort sein will auf die vielen Fragen unseres Lebens. Auch wenn wir manchmal in Situationen stehen, die so gravierend, so einschneidend sind, dass wir aus der Situation heraus auch nicht gleich eine Antwort wissen oder finden.
Ein gesprochenes Wort kann seine Wirkung aber nur entfalten, wenn es auch gehört wird; ja mehr noch, wenn es auch verstanden wird.
Damit das gelingt, muss ich bereit sein, aufmerksam sein, Hörender sein, um dieses mir zugesagte Wort auch wahrzunehmen, aufzunehmen. Ich muss mir Zeit nehmen, um über ein solches Wort nachzudenken, mich fragen, was es für mein Leben bedeutet. Nur dann kann ich es irgendwann einmal auch verstehen und erst dann erfüllt es sich, erfüllt es mein Denken, Reden und Tun; kann es mein Leben mit Sinn erfüllen.
Das gilt auch und gerade für den Logos Gottes, für Jesus Christus.
Nur wenn ich auf ihn höre, ihm in meinem Leben Raum gebe, zu verstehen suche, was er mir sagen will in der ein oder anderen Situation meines Lebens, mit der ein
oder anderen gemachten Erfahrung, kann sich mir das Ziel meines Lebens erschließen.
Das Problem ist, dass wir ein einer so lauten, hektischen, wort – überfluteten Zeit leben und so Gefahr laufen, genau dieses Wort zu überhören, das uns weiterhelfen kann und will.
Umso dringlicher braucht es auch für uns immer wieder Zeiten, in denen wir still werden dürfen, in die Stille finden können, um von Neuem das Wort zu hören, das uns weiterhelfen will und das wir uns nicht selber sagen können.
Für Familien mit Kindern:
Ein Wort ist der Anfang von … … einem wütenden Streit … einer freudigen Nachricht … einem traurigen Ereignis … einem freundlichen Lob … (vielleicht fällt dir noch etwas ein) Wir hören oft schon beim „Hallo“ wie es dem anderen geht – ob er oder sie traurig ist oder gut drauf, ob jemand bedrückt ist oder glücklich, ob du gelangweilt bist oder voller Energie. Jedes Wort bewirkt etwas. Jedes Wort erreicht etwas. Worte schaffen Wirklichkeit. Jedes Wort hat eine Wirkung auf uns. Jedes Wort von Gott und jedes Wort, dass wir zueinander sagen. Kannst du dich noch erinnern, welches das 1. Wort war, dass du heute gesagt hast? Welche Worte tun dir gut? Wer sagt sie zu dir? Welche Worte hörst du gerne und welche nicht? Wenn du möchtest, schenke heute jemandem ein Wort, von dem du annimmst, dass es ihm oder ihr guttut. (ARGE Liturgie)

Lied:Gl 751, 1+7: Auf, Christen, singt festliche Lieder...

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, Wort des Vaters, das uns aufrichten und ins Leben führen will. Wir bitten dich:

➢ Wir beten für die Opfer der Brandkatastrophe in der Schweiz und für ihre Angehörigen.
➢ Wir bitten um Frieden für unsere derzeit so friedlose Welt und um Weisheit und Einsicht bei den Mächtigen dieser Erde.
➢ Wir beten darum, dass viele Menschen bereit werden, dich aufzunehmen und ihr Leben nach deinem Evangelium auszurichten.
➢ Wir beten für unsere Verstorbenen. Führe sie zum Licht der Auferstehung.
Guter Gott, dein ewiges Wort ist Mensch geworden. Gib, dass wir ihm eine Wohnung bereiten in unserem Herzen und aus seiner Kraft und seinem Geist leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Hinführung zum Vater unser: Herr, Jesus Christus, wenn wir dich - das ewige Wort des Vaters aufnehmen, gibst du uns die Macht, Kinder Gottes zu werden. Mit deinen Worten beten wir: Vater unser...

Lied:Gl 253, 1+2: In dulci jubilo...

Gebet:
Gott,
Jesus, unser Friede hat uns mit dir und untereinander verbunden.
Ihn, dein Wort hast du uns zugesprochen und zugesagt.
Mache uns offen, dass wir Jesus in unser Leben aufnehmen,
dass wir ihn immer wieder einlassen in unseren Alltag,
damit auch wir Licht, Frieden und Freude ausstrahlen können in unsere Welt.
So bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder.

Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Lied:Gl 256: Ich steh an deiner Krippe hier…

Ausmalbild für Kinder