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Hausgottesdienst am 25. Sonntag im Jahreskreis A

Hausgottesdienst am
25. Sonntag im Jahreskreis A
20. September 2026

Lied:Gl 144, 1+3+4: Nun jauchzt dem Herren alle Welt...

Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze

Gedanken zur Hinführung:
„Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht.“ - Das legt uns Paulus heute ans Herz. Ein hoher Anspruch, dem wir nicht immer nachkommen, hinter dem wir - bei allem Bemühen - doch auch immer wieder zurück bleiben. Bitten wir den HERRN um seinen Geist, der uns immer wieder stärken will und begrüßen wir den HERRN in unserer Mitte:
➢ Herr Jesus Christus, du kennst unseren Alltag mit all seinen Fragen und Anforderungen - Herr, erbarme dich…
➢ Du weißt um unsere Angst, unsere Sorgen und Nöte - Christus, erbarme dich…
➢ Du sprichst uns immer wieder an und nimmst uns in deinen Dienst. - Herr, erbarme dich...
Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:

Loblied:Gl 810: Ehre dir, Gott, im heiligen Thron...

Gebet:
Gott, unser Vater,
du hast uns deinen Namen genannt
und uns Mut gemacht, dich anzusprechen.
Wir kommen zu dir und danken dir,
dass du für uns da bist.
Hilf uns,
dass auch wir für dich leben -
und für die Menschen,
in denen du uns begegnest.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. (Nach: Messbuch35/318)

Halleluja:Gl 175,6 oder 716

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi (Phil 1,20ad-24.27a
Darauf warte und hoffe ich, dass Christus durch meinen Leib verherrlicht wird, ob ich lebe oder sterbe. Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn. Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbare Arbeit. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht. Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein - um wie viel besser wäre das! Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. Vor allem: Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht.

Antortgesang:Gl 149, 1+2: Liebster Jesu, wir sind hier…

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 20, 1-16)
Jesus erzählte seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.
oder: In leichter Sprache
Jesus erzählte den Menschen, wie Gott ist. Einmal wollte Jesus den Menschen erklären, dass Gott gerecht ist. Und gleichzeitig gütig. Gütig bedeutet: Gut sein zu den Menschen. Die Menschen konnten sich nicht vorstellen, dass Gott gütig ist.
Darum erzählte Jesus eine Geschichte von einem Bauern. Der Bauer war gerecht.Und gleichzeitig gütig. So ging die Geschichte: Es war einmal ein Bauer. Der Bauer hatte viele Weinberge. Eines Tages waren die Weintrauben reif. Alle Weintrauben mussten gepflückt werden. Das war viel Arbeit. Der Bauer brauchte viele Arbeiter.Darum ging der Bauer am frühen Morgen auf den Marktplatz. Auf dem Marktplatz waren einige Leute. Die Leute suchten Arbeit. Damit sie Geld verdienen können.Der Bauer fragte: Könnt ihr mir heute helfen, die Weintrauben zu pflücken?Ihr bekommt 50 Euro dafür. Die Leute freuten sich, dass sie Geld verdienen konnten. Die Leute gingen mit dem Bauern in die Weinberge. Die Leute fingen an zu arbeiten. Nach drei Stunden merkte der Bauer: Die Arbeiter können alleine nicht die vielen Weintrauben schaffen. Der Bauer brauchte noch mehr Arbeiter. Der Bauer ging wieder auf den Markt-Platz. Auf dem Marktplatz waren wieder Leute.Die Leute suchten Arbeit. Der Bauer fragte: Könnt ihr mir helfen, meine Weintrauben zu pflücken? Ich zahle euch, was sich gehört. Die Leute freuten sich, dass sie Geld verdienen konnten. Die Leute gingen mit dem Bauern mit.Die Leute fingen an zu arbeiten. Am Mittag merkte der Bauer: Ich brauche noch mehr Arbeiter für die vielen Weintrauben. Der Bauer ging noch öfter auf den Markt-Platz. Der Bauer holte jedes Mal neue Arbeiter. Der Bauer sagte jedes Mal:
Könnt ihr mir helfen, die Weintrauben zu pflücken? Ich gebe euch genug Geld dafür. Die Leute freuten sich, dass sie genug Geld bekommen. Die Leute gingen mit dem Bauer mit. Die Leute arbeiteten fleißig. Gegen Abend merkte der Bauer:
Die Arbeiter werden nicht fertig. Ich muss noch mehr Arbeiter holen. Wenigstens noch eine Stunde lang. Der Bauer ging wieder auf den Marktplatz. Der Bauer traf wieder einige Leute. Der Bauer sagte: Könnt ihr mir eine Stunde helfen, die Weintrauben zu pflücken? Ich gebe euch genug Geld für die Arbeit. Die Leute freuten sich, dass sie etwas Geld verdienen konnten. Die Leute gingen mit dem Bauer mit. Die Leute gingen in den Wein-Berg. Die Leute arbeiteten fleißig. Nach einer Stunde waren alle Arbeiter mit der Arbeit fertig. Alle Weintrauben waren gepflückt. Zum Abschluss sollten alle Arbeiter das versprochene Geld bekommen.Der Bauer sagte zu einem Diener: Ruf alle Arbeiter hier her. Gib den Arbeitern das versprochene Geld. Gib zuerst den Arbeitern, die zuletzt gekommen sind, 50 Euro.Dann gib den Arbeitern von heute Mittag die 50 Euro. Dann den Arbeitern von heute Vormittag. Dann den Arbeitern von heute Morgen. Und ganz zum Schluss den allerersten Arbeitern von heute früh. Alle Arbeiter sollen 50 Euro bekommen.So machte es der Diener. Zuerst gab der Diener den Arbeitern, die zuletzt für eine Stunde gekommen waren, 50 Euro. Die Arbeiter freuten sich.Dann gab der Diener den Arbeitern, die am Mittag gekommen waren, 50 Euro. Die Arbeiter freuten sich auch. Dann gab der Diener den Arbeitern, die am Vormittag gekommen waren, 50 Euro. Die Arbeiter freuten sich auch. Zum Schluss kamen die Arbeiter an die Reihe, die morgens ganz früh als Erste gekommen waren. Die Arbeiter dachten, dass sie mehr Geld als die anderen bekommen. Weil sie am längsten gearbeitet haben.
Aber der Diener gab auch den Arbeitern, die am längsten gearbeitet haben, 50 Euro. Genauso wie allen anderen. Die Arbeiter, die am längsten gearbeitet hatten, wurden sauer. Die Arbeiter sagten zum Bauer: Wir haben am längsten gearbeitet.Wir waren die allerersten. Trotzdem gibst du uns nur 50 Euro. Die anderen sind zuletzt gekommen. Die letzten haben nur eine Stunde gearbeitet. Die bekommen auch 50 Euro. Das ist ungerecht. Der Bauer sagte zu einem Mann: Mein Freund, wieso ist das ungerecht? Ich habe dir heute Morgen die 50 Euro versprochen.Da hast du dich gefreut. Jetzt bekommst du 50 Euro. Da meckerst du. Du hast keinen Grund zu meckern. Weil wir alles abgesprochen haben. Nimm dein Geld.Geh nach Hause. Ich kann mit meinem Geld machen, was ich will. Du bekommst 50 Euro. Das ist gerecht. Und die anderen, die weniger gearbeitet haben, bekommen auch 50 Euro. Das ist gütig. Bist du sauer, weil ich zu den anderen gütig bin? Jesus war mit der Geschichte fertig. Jesus sagte: So ist Gott auch gütig zu den Menschen. (Katholisches Bibelwerk)

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…

Predigtgedanken:
„Lohnt sich das für mich?“ - „Was bringt mir das?“ - „Was habe ich davon?“ - „Was springt für mich dabei raus?“
Diese Worte drücken eine häufige Einstellung unserer gegenwärtigen Zeit aus. Die Angst schwingt mit, zu kurz kommen; hintan stehen zu müssen, nicht zu seinem Recht zu kommen. Doch scheint dieses Virus schon sehr lange im Menschen zu stecken, vielleicht schon seit der Erschaffung des Menschen.
Denn auch die Menschen zur Zeit Jesu scheinen von dieser Frage schon umgetrieben worden zu sein. Heute würden sich wahrscheinlich die Gewerkschaften oder die Schlichtungsstelle einschalten, wenn für unterschiedliche Arbeitszeiten der gleiche Lohn bezahlt werden würde.
Doch es geht in diesem Fall ja gar nicht um ein Alltagsproblem, sondern es geht um das Reich Gottes. Und da gelten andere Maßstäbe und Richtlinien. Deshalb geht es hier auch im Eigentlichen um die Frage: Wofür steht der 1 Denar, den der Gutsbesitzer in Aussicht stellt? Anders gefragt: Was ist der eigentliche Lohn, der uns am Ende erwartet. Jesus geht es nicht um den pekuniären Wert, nicht um eine materielle Kaufkraft. Wenn Jesus von dem Lohn spricht, den der Gutsbesitzer - also im Letzten Gott - vor Augen stellt, ist das verheißene ewige Leben, ist die unbedingte, bedingungslose Liebe, ist seine grenzenlose Barmherzigkeit, ist - ein wenig althergebracht, aber immer noch gültig - seine Gnade. Und all das ist nicht mit Geld zu bezahlen oder mit Gold aufzuwiegen. Bei Gott sein zu dürfen, seine Nähe und Gegenwart erfahren und spüren zu dürfen, mit seinem Wohlwollen rechnen zu dürfen, das ist mehr wert als alles Geld und Gold dieser Welt.
Erinnern wir uns an den zweiten Sohn im Gleichnis von den verlorenen Söhnen und dem barmherzigen Vater im Lukasevangelium: Da macht der Sohn dem Vater auch Vorwürfe und hält ihm vor:
So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
Doch was erwidert der Vater?
Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
Auch hier ist der wahre Lohn, die ganze Zeit beim Vater sein zu dürfen. Wenn es also darum geht, das ewige Leben, die Liebe Gottes, seine Barmherzigkeit oder seine Gnade zu finden, dann dürften im Grunde alle froh sein, die schon bei der ersten oder zweiten Gelegenheit von Gott gerufen worden sind und diesem Ruf auch gefolgt sind. Sicher, dem Ruf zu folgen heißt auch, sich auf die Arbeit im Weinberg des Herrn einzulassen. Und diese Arbeit ist auch schweißtreibend und beschwerlich. Aber sie zahlt sich letztendlich auch aus durch die Erafahrung, bei Gott sein zu dürfen.
Und auch wenn jemand erst im letzten Moment seines Lebens zu Gott findet, darf eben auch er die Zuversicht haben, dass auch er den verheißenen Lohn empfangen wird. Denn Gottes Maßstäbe sind eben ganz andere.
Für Familien mit Kindern:
Kennst du das Wort neidisch? Es bedeutet, dass jemand etwas besitzt und ich es ihm kaum gönne, weil ich es auch unbedingt haben möchte. Kinder sind auf Spielsachen oder Handys neidisch. Erwachsene auf tolle Urlaube, Autos oder Häuser.
Auf was bis du neidisch? (Miteinander ins Gespräch kommen)
Es gibt vieles, auf das man neidisch sein kann. Oft hat man Angst, zu kurz zu kommen. Ein Gegenwort wäre die Zufriedenheit. Schau mal genau hin, was du hast und unbedingt wirklich brauchst. (Noch einmal ins Gespräch kommen)(Nach: dkv - Mein Sonntagblatt)

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 787 (Mel.: 170)

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen. Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will. Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du offenbarst uns die Güte und Barmherzigkeit des Vaters im Himmel. Voll Vertrauen bitten wir dich:

➢ Für alle Männer und Frauen, die sich bemühen, in der Verkündigung und im Leben des Evangeliums diese Menschenfreundlichkeit Gottes erfahrbar zu machen.
➢ Für die Mächtigen und Einflussreichen, die Verantwortung tragen sollen für eine gerechte und friedliche Weltordnung.
➢ Für alle, die sich an den Rand gedrängt sehen und immer wieder zu kurz kommen.
➢ Für alle Kranken, Bedürftige, Vereinsamten, die sich nach Geborgenheit, Verständnis und Angenommen - Sein sehnen.
➢ Für unsere Verstorbenen, die uns in die Hoffnung vorausgegangen sind, auf ewig bei dir zu sein und für alle, die um sie trauern.
Herr, unser Gott, du denkst, fühlst und handelst anders als wir Menschen. Du bist der ganz Andere, der Ferne und doch auch der Nahe. Wir danken dir, dass du uns durch dieses Leben führst durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Hinführung zum Vater unser: Herr Jesus Christus, du versprichst einen größeren Lohn als wir erahnen können - das Leben bei Gott, unserem Vater im Himmel. Mit deinen Worten dürfen wir beten: Vater unser...

Lied:Gl 832, 1+3: Herr, wir bitten, komm und segne uns...

Gebet:
Guter Gott,
wir leben aus deiner Liebe und Güte.
Du weißt, was wir zum Leben brauchen.
Nimm allen Neid und alle Missgunst von uns.
Schenke uns Freude und Zufriedenheit
und lass uns immer wieder erkennen,
was unser Leben wirklich reich und erfüllt macht:
die Liebe zu dir und die Freundschaft mit anderen Menschen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn.

Segen
Der Herr segne dich,
er lasse dein Leben gelingen, deine Hoffnung erblühen, deine Früchte reifen.
Der Herr behüte dich,
er umarme dich in deiner Angst, er schütze dich in deiner Not, er erfülle dich mit seiner Liebe.
Der Herr nehme dich an die Hand,
führe, begleite und halte dich.
Sein Segen komme über dich und bleibe alle Zeit. (Aus Irland)
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Ausmalbild für Kinder

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