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Hausgottesdienst am 26. Sonntag im Jahreskreis A

Hausgottesdienst am
26. Sonntag im Jahreskreis A
27. September 2026

Lied:Gl 835, 1+3: Wer glaubt, ist nie allein...

Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze

Gedanken zur Hinführung:
„Dein Herz ist gefragt“ - Unter diesem Wort steht der heutige „Caritas“ - Sonntag, der die diesjährige Herbstsammlung für die Caritas - Arbeit einläutet.
Der „Caritas“ - Sonntag will uns wieder in Erinnerung rufen, dass jeder und jede von uns immer wieder aufgerufen ist, anderen Zeichen der Nächstenliebe zu schenken, ihnen zu helfen, wo es in unseren Kräften steht - nicht nur die Hauptamtlichen der Caritas in unserer Region, unserem Bistum und in aller Welt.
Gleichzeitig begehen wir heute den Welttag der Migranten und Flüchtlinge, die auf der Suche sind nach einem Leben in Sicherheit und Frieden.
Jesus zeigt uns immer wieder, wie Gott uns seine Liebe und Barmherzigkeit schenkt. Bitten wir ihn um seine Erbarmen:

Kyrierufe: Gl 160: Gott des Vaters ew'ger Sohn...

Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:
Loblied:Gl 170, 1-3: Allein Gott in der Höh, sei Ehr...

Gebet:
Gott, unser Schöpfer,
die Gegensätze in der Welt klagen uns an:
Reichtum und Not,
Hunger und Überfluss,
Sorglosigkeit und Leid stehen gegeneinander.
Hilf du uns allen,
dass wir aufhören, die Gegensätze zu verschärfen
und anfangen,
einander Brüder und Schwestern zu sein.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. (Messbuch 23/313)

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde von Philippi (Phil 2,1-11)
Wenn es Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, herzliche Zuneigung und Erbarmen, dann macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig, dass ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen. Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich /und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: «Jesus Christus ist der Herr» - zur Ehre Gottes, des Vaters.

Antwortgesang:Gl 446, 1-4: Lass uns in deinem Namen, Herr,...

Halleluja:Gl 721 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 21, 28-32)
Jesus sprach zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes:
Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht.
Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging doch. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.
oder: In leichter Sprache
Als Jesus lebte, gab es viele verschiedene Menschen. Zum Beispiel Religionsgelehrte. Oder Politiker. Oder Schwindler. Oder Prostituierte. Die Religionsgelehrten und Politiker dachten: Wir sind gute Menschen. Weil wir studiert haben. Und weil wir über Gott Bescheid wissen. Und weil wir anständig sind. Die Schwindler und Prostituierten sind schlechte Menschen. Die Schwindler und Prostituierten machen unanständige Sachen. Aber die Schwindler und
Prostituierten waren gute Freunde von Jesus. Die Schwindler und Prostituierten hörten Jesus gerne zu. Die Schwindler und Prostituierten glaubten, dass Jesus von Gott kommt. Die Schwindler und Prostituierten versuchten das zu tun, was Jesussagte. Die Religionsgelehrten und Politiker machten sich über die Schwindlerund Prostituierten lustig. Und spotteten darüber. Das war gemein.Jesus erzählte den Religions-Gelehrten und Politikern eine Geschichte:Die Geschichte ging so: Es war einmal ein Vater. Der Vater hatte zwei Söhne.Einmal sagte der Vater zu dem ersten Sohn: Geh heute in den Weinberg zum Arbeiten. Der Sohn sagte: Ja, das mache ich. Aber der Sohn ging trotzdem nicht zum Arbeiten in den Weinberg. Da sagte der Vater zu dem zweiten Sohn:
Geh heute in den Weinberg zum Arbeiten. Der zweite Sohn sagte:
Nein, ich habe keine Lust. Aber dann ging der zweite Sohn doch zum Arbeiten in den Weinberg. Jesus fragte die Religionsgelehrten und Politiker: Welcher Sohn hat getan, was der Vater wollte? Die Religionsgelehrten und Politiker sagten: Der zweite Sohn hat getan, was der Vater wollte. Obwohl der zweite Sohn zuerst keine Lust hatte. Jesus sagte zu den Religionsgelehrten und Politikern: Genau. Das stimmt. Dann erklärte Jesus die Geschichte. Jesus sagte: Die Schwindler und Prostituierten sind ähnlich wie der zweite Sohn. Die Schwindler und Prostituierten haben zuerst einige unanständige Sachen gemacht. Aber die Schwindler und Prostituierten hören zu, wenn ich von Gott erzähle. Die Schwindler und Prostituierten glauben, was ich von Gott erzähle. Die Schwindler und Prostituierten tun jetzt, was bei Gott richtig ist. Die Schwindler und Prostituierten sind jetzt gute Menschen. Jesus sagte feierlich: Amen, Amen. Ich sage euch: Die Schwindler und Prostituierte gehören viel mehr zu Gott als ihr. Ihr seid nämlich wie der erste Sohn.Ihr sagt: Wir wissen alles über Gott. Wir haben alles über Gott studiert. Wir sind anständig. Aber in Wirklichkeit tut ihr nicht, was Gott will. Ihr macht euch über die anderen Menschen lustig. Und verspottet die anderen Menschen. Und ihr glaubt nicht, was ich von Gott erzähle. (Katholisches Bibelwerk)

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…

Predigtgedanken:
In dieser Woche fand sich in den Medien ein Interview mit dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Heiner Willmer, dem Bischof von Münster. In diesem Interview betonte er klar und unmissverständlich: Die Treue gegenüber dem Evangelium und der christlich - jüdischen Tradition hat als zentrales Element, dass alle Menschen die gleiche Würde haben, unabhängig von ihrer Herkunft, sozialen SchichtGesundheit, alter, Religion. Diese Grundhaltung ist für uns nicht verhandelbar. Und wir können uns auch nicht auf die eigene Gruppe, die eigene Nation oder dergleichen beschränken. Als Christen haben wir einen klaren Auftrag für die ganze Welt. Wir sind eine Menschheitsfamilie. Wir gehören alle zusammen...Wenn es um die Würde eines jeden Menschen geht - und das schließt insbesondere Menschen mit Flüchtlingserfahrungen oder einer anderen Herkunft selbstverständlich ein - halten wir (die Bischöfe) zusammen.
Es ist wichtig, gerade heute am Welttag der Migranten und Flüchtlinge und am Caritas - Sonntag diese Worte bewusst zu hören und aufzunehmen.
Unsere Gesellschaft in Deutschland und unsere Welt erlebt momentan so viel Abgrenzung und Ausgrenzung. Viele bleiben dabei mit ihren Bedürfnissen auf der Strecke. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in der Flüchtlingsarbeit, kümmern sich um Migranten. Kleiderkammern sichern oftmals die Erstversorgung. Eingliederungsprogramme wollen helfen, dass Sprachkenntnisse verbessert werden und Integration gelingt. Das Motto des heutigen Caritas - Sonntags lautet aber: „Dein Herz ist gefragt.“
Das will uns bewusst machen, dass wir uns nicht nur auf die Hauptamtlichen der Caritas verlassen dürfen. Neben der Liturgie, der Glaubensweitergabe, der Gemeinschaftsbildung ist auch die Caritas eine wesentliche Säule einer jeden christlichen Gemeinde vor Ort. In unserer Pfarreiengemeinschaft gibt es hierfür u.a. die Initiative „PuzzeLN“, die Menschen unterstützen will, die Hilfe brauchen. Es geht aber auch um einen jeden und eine jede von uns. Um unsere ganz alltäglichen Erfahrung in der Begegnung mit anderen Menschen - auch wenn sie uns noch fremd sind. Es geht um Begegnung auf Augenhöhe. So wie auch Jesus immer wieder die Begegnung auf Augenhöhe gesucht hat. Der Philipperhymnus unterstreicht dies noch einmal eindrücklich. Jesus hielt nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Nach seinem Vorbild, nach seinem Beispiel sind auch wir aufgefordert, uns füreinander einzusetzen und auch anderen zu einem menschenwürdigen, lebenswerten Leben zu verhelfen. Manchmal kostet uns das vielleicht auch Überwindung; die eigenen Widerstände, Ängste, den eigenen „inneren Schweinehund“ hinter sich zu lassen - so wie der zweite Sohn im Gleichnis, der anfangs auch erwidert: „Ich will nicht!“ - sich dann aber doch auf den Weg macht, um der Bitte des Vaters nachzukommen.
Dein Herz ist gefragt - bin ich bereit, mein Herz antworten zu lassen?
Für Familien mit Kindern:
Stell dir vor, ein Freund verspricht, dir zu helfen, tut es aber dann doch nicht. Ein anderer sagt zuerst ab, kommt aber dann doch vorbei und hilft dir. Über wen freust du dich mehr? Sicherlich über den, der nicht nur redet, sondern auch was für dich tut. Denn wir wissen: Worte sind wertlos, wenn darauf keine Taten folgen.
Lieber Gott, wenn ich jemandem etwas verspreche, dann will ich es auch halten. Hilf mir, so zu leben, dass andere sich auf mich verlassen können. (Mein Sonntagsblatt - dkv - 2014)

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 456, 1+4: Herr, du bist mein Leben...

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
V: Herr Jesus Christus, du erschließt uns immer wieder, was der Vater im Himmel von uns will, was er mit uns vorhat. Voll Vertrauen bitten wir dich:

➢ Papst Leo befindet sich derzeit auf einer Pastoralreise in Frankreich: Begleite alle Gottesdienste, Begegnungen und Gespräche mit deinem Geist.
➢ Der Caritas - Sonntag steht unter dem Leitwort „Dein Herz ist gefragt!“: Lass alle, die auf Zuwendung und Unterstützung angewiesen sind, die nötige Hilfe erfahren.
➢ Wir bitten heute besonders auch für die Migranten und Flüchtlinge weltweit, die sich nach einem Leben in Sicherheit und Frieden sehnen: Schenke den Verantwortlichen der Staaten und Gesellschaften die Bereitschaft, an einer gerechten und versöhnten Welt zu bauen, in der Flucht und Migration nicht mehr nötig sind.
➢ Wir beten für uns selbst, um die Bereitschaft, anderen immer wieder unser Herz zu öffnen und zu helfen, wo Hilfe nötig ist.
➢ Wir beten für unsere Verstorbenen, die uns vorausgegangen sind in der Hoffnung auf die bleibende Heimat bei dir.
V: Herr, unser Gott, du gehst mit uns durch unser Leben. Du willst uns auf einen guten gemeinsamen Weg und zu einem guten Ziel führen. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Hinführung zum Vater unser: Alles, was wir in unseren Herzen tragen, können wir vor Gott bringen. Jesus hat uns ein wichtiges Gebet mitgegeben, wo wir unsere Herzensanliegen nochmals vor Gott bringen können. Wir wollen nun gemeinsam beten: Vater unser

Lied:Gl 832, 1+4: Herr, wir bitten, komm und segne uns...

Gebet:
Gott, öffne uns Ohren und Sinne, damit wir erkennen, wer wir sind.
Gott, öffne uns Ohren und Seelen, damit wir merken, wo unsere Mitmenschen Not leiden.
Gott, öffne uns Ohren und Verstand, damit wir unsere Aufgaben in dieser Welt wahrnehmen.
Gott, öffne unsere Ohren, damit wir hören und erhört werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn.

Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Lied:Gl 470, 1-3: Wenn das Brot, das wir teilen…

Wer möchte, kann die Arbeit der Caritas an die jeweilige Wohnortpfarrei unterstützen.

Ausmalbild für Kinder

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