Hausgottesdienst am
27. Sonntag im Jahreskreis A
4. Oktober 2026
Lied:Gl 468, 1-3: Gott gab uns Atem, dfamit wir leben...oder. Gl 392, 1+4: Lobe den Herren...
Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Gestern durften wir 36 Jahre „Deutsche Einheit“ feiern. Heute halten wir das Erntedankfest. Wir dürfen dankbar sein für alles, was uns am Leben hält, was unser Leben reich macht: Essen und Trinken, Kleidung und Wohnung, Familie und Freunde, Bildung und Beruf; Gesundheit und Sicherheit; Leben in Frieden. Für alles das und sicherlich noch vieles mehr dürfen wir Gott Danke sagen. Der 4. Oktober ist auch der Gedenktag des Hl. Franziskus von Assisi. Sein Todestag jährt sich in diesem Jahr um 800. mal und Tausende sind in den letzten Wochen und Monaten nach Assisi gepilgert. Er hatte eine besondere Liebe zur Schöpfung und zu allen Geschöpfen. Versuchen auch wir, diese Liebe zu Gottes guter Schöpfung nie zu verlieren.
Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:
Loblied:Gl 807: Anbetung, Dank und Ehre...
Gebet:
Gott,
du sorgst für uns Menschen und für alle deine Geschöpfe.
Du hast dem Menschen die Erde anvertraut.
wir danken dir für die Ernte dieses Jahres.
Nähre damit unser irdisches Leben
und gib uns immer das tägliche Brot,
damit wir dich für deine Gaben peresien
und mit deinen Gaben
den Notleidenden helfen können.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn (Messbuch S. 1066)
Lesung aus dem Buch Deuteronomium:
Mose sprach zum Volk:
Wenn der Herr, dein Gott, dich in ein prächtiges Land führt, ein Land mit Bächen, Quellen und Grundwasser, das im Tal und am Berg hervorquillt, ein Land mit Weizen und Gerste, mit Weinstock, Feigenbaum und Granatbaum, ein Land mit
Ölbaum und Honig, ein Land, in dem du nicht armselig dein Brot essen musst, in dem es dir an nichts fehlt, ein Land, dessen Steine aus Eisen sind, aus dessen Bergen du Erz gewinnst; wenn du dort isst und satt wirst und den Herrn, deinen Gott, für das prächtige Land, das er dir gegeben hat, preist, dann nimm dich in acht und vergiss den Herrn, deinen Gott, nicht, missachte nicht seine Gebote, Rechtsvorschriften und Gesetze, auf die ich dich heute verpflichte.
Und wenn du gegessen hast und satt geworden bist und prächtige Häuser gebaut hast und sie bewohnst, wenn deine Rinder, Schafe und Ziegen sich vermehren und Silber und Gold sich bei dir häuft und dein gesamter Besitz sich vermehrt, dann nimm dich in Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, geführt hat;
der dich durch die große und Furcht erregende Wüste geführt hat, durch Feuernattern und Skorpione, durch ausgedörrtes Land, wo es kein Wasser gab; der für dich Wasser aus dem Felsen der Steilwand hervorsprudeln ließ; der dich in der Wüste mit dem Manna speiste, das deine Väter noch nicht kannten, (und der das alles tat,) um dich gefügig zu machen, dich zu prüfen und dir zuletzt Gutes zu tun.
Dann nimm dich in Acht und denk nicht bei dir: Ich habe mir diesen Reichtum aus eigener Kraft und mit eigener Hand erworben.
Denk vielmehr an den Herrn, deinen Gott: Er war es, der dir die Kraft gab, Reichtum zu erwerben, weil er seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hatte, so verwirklichen wollte, wie er es heute tut.
Lied:Gl 467, 1+5+6: Erfreue dich, Himmel,...
Halleluja:Gl 175,3 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - (Lk 12,15-21)
Jesus sagte zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel:
Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So
geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.
oder: In leichter Sprache
Einmal kam ein Mann zu Jesus. Der Mann sagte: Meine Eltern sind gestorben.Meine Eltern hatten viel Geld. Ich habe noch einen Bruder. Das Geld von meinen Eltern gehört jetzt meinem Bruder und mir zusammen. Aber mein Bruder will das Geld für sich alleine behalten. Mein Bruder will mir kein Geld abgeben. Jesus, du sollst meinem Bruder sagen: Mein Bruder soll das Geld mit mir teilen. Jesus sagte zu dem Mann: Wenn ihr um Geld streitet, helfe ich nicht. Passt auf, dass ihr nicht gierig nach Geld werdet. Wer gierig nach Geld ist, wird unglücklich. Wer gute Dinge tut, wird glücklich. Jesus erzählte ein Beispiel: Das Beispiel ging so:
Es war einmal ein Mann. Der Mann war sehr reich. Der Mann wurde immer reicher. Der Mann dachte immer nur an Geld. Eines Tages dachte der Mann: Jetzt habe ich genug Geld verdient. Ich kann aufhören zu arbeiten. Ich kann ein gemütliches Leben führen. Ich kann die besten Sachen essen. Und trinken.Und Feste feiern. Aber in der Nacht starb der Mann. Gott sagte zu dem Mann: Du warst ein dummer Mann. Du hast nur an Geld gedacht. Jetzt bist du tot. Jetzt kannst du das viele Geld nicht mehr gebrauchen. Du solltest lieber an die anderen Menschen denken. Und den anderen Menschen helfen. Das ist mehr wert als Geld.Weil ich mich dann über dich freue. Und du hast trotzdem alles, was du brauchst. (Katholisches Bibelwerk)
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Predigtgedanken:
Was für ein Sommer: Hitzewelle und Dürre; der Rhein, der Bodensee und viele Seen verzeichnen einen Niedrigwasserstand wie noch nie.
Die Weinlese in Franken und anderen Weinanbaugebieten so früh wie noch nie.
Bergstürze und Überschwemmungen wie noch nie.
Schmelzen des Permafrosts und der Alpengletscher in einer Geschwindigkeit wie noch nie.
Die Lebensmittelpreise steigen - wie wird es weitergehen?
Erntedank - noch stehen die vollen Körbe vor dem Altar. Wird es auch in zukunft so sein? Wie werden die kommenden Generationen Erntedank feiern? In unseren Ernte-Dank können sich Ernte-Bitten mischen:
Die Bitte für die Menschen, bei denen der Klimawandel die Existenz bereits gravierend bedroht.
Die Bitte für unsere Gesellschaft um ein Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit, einem Mehr an Bewahrung der Schöpfung.
Und wir feiern heute den Gedenktag des Hl. Franziskus von Assisi. Wir feiern seinen 800. Todestag. Franziskus war nicht nur ein Naturschwärmer. Er hat nicht
nur den Sonnengesang verfasst. er hat nicht nur den Vögeln gepredigt. er hat nicht nur den Wolf von Gubbio gezähmt. In seinem Lob auf die Schöpfung und seinem bewussten Umgang mit allen Geschöpfen schwingt auch und vor allem das Lob auf den Schöpfer mit. Alles, was auf Erden an Geschaffenem ist, sind unsere Mitgeschöpfe. Franziskus spricht in seinem Sonnengesang von Bruder Sonne, Schwester Mond. Er hatte die Gabe, in jedem Geschöpf und in der ganzen Schöpfung die Größe und Gegenwart Gottes zu erkennen. Auch wir dürfen dankbar sein für diese gute Schöpfung Gottes, die Franziskus in seinem Sonnengesang besungen hat.
Als Franziskus am 3. Oktober 2026 an der Portiunculla - Kapelle - wo sich heute die mächtige Kirche Santa Maria degli Angeli erhebt - spürte, dass sein Ende nahe war, ließ er sich von seinen Brüdern nackt auf den Boden legen, segnete ein letztes Mal „seine“ Stadt und fügte seinem „Sonnengesang“ eine letzte Strophe hinzu:
Gelobt seist du, mein Herr,
für unsere Schwester, den leibliche Tod;
kein lebender Mensch kann ihm entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig, die er finden wird in deinem heiligen Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.
Das lässt uns denken an unsere eigene Vergänglichkeit, an unser eigenes Sterben, von dem wir nicht wissen, wann es uns bevor steht. Es lässt uns in Dankbarkeit denken an liebe Menschen, die uns bereits vorausgegangen sind. Es lässt uns denken an Menschen, die derzeit im Sterben liegen und mit dem Tod ringen. Es lässt uns denken, an alle Menschen, die mit Trauer um einen lieben Menschen erfüllt oder sogar überfordert sind.
Für Familien mit Kindern:
Miteinander ins Gespräch kommen:
Wofür bin ich im Moment besonders dankbar und an wen will ich in meinem Gefühl der Dankbarkeit jetzt besonders denken?
Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 790, 1 - 4
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Gott, Du sorgst für uns. Du wünscht Dir ein Leben in Fülle für uns. Wir bitten Dich:
➢ Wir bitten für alle, die sich für ein gutes Klima einsetzen; ein gutes Klima unter uns Menschen und ein gutes Klima für die Erde. Für die Klimaforscher, die Politikerinnen und Politiker, für die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.
➢ Wir bitten für alle, die Menschen im Leben unterstützen und ermöglichen:Die Ärztinnen und Hebammen, die Krankenpfleger, Erzieher und Lehrerinnen, die Eltern.
➢ Wir bitten für alle, die Erde bebauen und pflegen, und so uns allen Nahrung ermöglichen. Die Landwirtinnen und Landwirte, die Lebensmittelerzeuger.
➢ Wir bitten für alle, die den Glauben als lebendiges Feuer weitergeben. Für Papst Leo , Bischof Franz und alle Bischöfe, alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Großeltern und Patinnen und Paten, die Menschen, die Kinder und Jugendliche auf die Sakramente vorbereiten.
➢ Wir bitten um das tägliche Brot und für das, was wir lebensnotwendig brauchen. Wir bitten besonders für die Menschen, die nicht immer das Nötige haben. Für die Menschen auf der Flucht, für unsere Kranken, für die Einsamen.
➢ Wir beten für unsere Verstorbenen, die uns zu Dir vorausgegangen sind, für alle, die um sie trauern und für uns, um den Mut zu einem Leben, das dem Gedanken an den Tod nicht ausweicht.
Gott, wir vertrauen auf Deine Wegbegleitung heute und in Ewigkeit.
Hinführung zum Vater unser: Herr Jesus Christus, wir hoffen auf dich, dass du unsere leeren Hände immer wieder füllst. Mit deinen Worten dürfen wir beten:
Vater unser...
Lied:Gl 411, 1+2+4: Erde singe, dass es klinge...
Gebet:
Gott,
wird danken dir für dein Wort,
für Brot und Wein,
für unser Leben auf dieser Erde.
Wir danke dir für die gute Ernte,
die du uns anvertraut hast,
für die Schätze, die du im Acker unseres Lebens verborgen hast.
Wie die Erde uns nährt,
so lass uns leben aus dir
und reiche Frucht bringen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
durch den du diese Schöpfung und uns vollenden wirst.
(Heriburg Laarmann-Bilder erzählen von Gott - S. 144)
Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Lied:Gl 809, 1+3+6: Laudato sii…
