Hausgottesdienst am
28. Sonntag im Jahreskreis A
11. Oktober 2026
Lied:Gl 803, 1-3: Unser Leben sei ein Fest...
Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Mahl halten und miteinander feiern spielen in der Bibel immer wieder eine große Rolle. Sowohl im Alten wie im Neuen Testament hören wir immer wieder, dass Gott die Menschen einlädt, bei ihm zusammen zu kommen und auch Jesus hat immer wieder Menschen um sich gesammelt, um mit ihnen zu essen, zu trinken, mit ihnen in Beziehung zu treten. Jeder Gottesdienst ist eine Einladung an uns, uns aufzumachen, uns zu öffnen für die Begegnung mit Gott und den Menschen, die mit uns unser Leben teilen.
Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:
Loblied:Gl 171: Preis und Ehre...
Gebet:
Gott,
du hast uns eingeladen,
Gäste an deinem Tisch zu sein.
Wir danken dir für deine Liebe und Nähe.
Wir bitten dich:
Lass heute an diesem Tisch unsere Freundschaft wachsen,
damit wir einander lieben und uns helfen,
Jesus nachzufolgen, der uns einen Weg zu dir zeigt.
Lass uns mit ihm zum Fest des Lebens gehen,
das du für uns bereitet hast,
heute und in Ewigkeit. Amen (Heriburg Laarmann - Das Fest unseres Lebens feiern - S. 108)
Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 25, 6-10a)
Der Herr der Heere wird auf diesem Berg für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen. Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt. Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen.
An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat. Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg.
Antwortgesang:Gl 421, 1+3: Mein Hirt ist Gott, der Herr...
Halleluja:Gl 175,3 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 22,1-10)
Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
oder: In leichter Sprache
Als Jesus lebte, gab es mächtige Männer. Die mächtigen Männer wollten alles zu sagen haben. Und alles bestimmen.Zum Beispiel was die Menschen tun sollen.Und was die Menschen sagen dürfen.Und was die Menschen von Gott glauben sollen. Die mächtigen Männer passten genau auf die Menschen auf. Die mächtigen Männer passten auch auf Jesus auf. Jesus sagte zu den Menschen: Ihr sollt auf Gott hören. Ihr sollt tun, was Gott sagt. Ihr sollt nicht tun, was die mächtigen Männer sagen. Die mächtigen Männer denken nur an sich selber. Die mächtigen Männer waren wütend auf Jesus. Die mächtigen Männer sagten: Jesus hat keine Ahnung von Gott. Was Jesus sagt, ist falsch. Jesus erzählte den mächtigen Männern eine Geschichte. Damit wollte Jesus erklären, wie Gott wirklich ist. Die Geschichte ging so: Es war einmal ein König. Der König hatte einen Sohn. Der Sohn wollte heiraten.Der König bereitete die Hochzeit für den Sohn vor. Der König hatte viele Gäste eingeladen. Endlich war die Hochzeit. Alles war vorbereitet. Das Essen war fertig.Der Tisch war feierlich gedeckt. Das Hochzeits-Paar war auch da. Nur die Gäste fehlten noch. Kein einziger kam zur Hochzeits-Feier. Der König schickte die Diener
los. Die Diener sollten die Gäste holen. Aber die Gäste hatten keine Lust. Die Gäste wollten nicht kommen. Ganz im Gegenteil. Einige Gäste verhauten die Diener. Einige Gäste brachten sogar die Diener vom König um. Der König wurde wütend.Der König tobte. Der König schickte Soldaten. Die Soldaten machten die Häuser von den Gästen kaputt. Der König sagte zu den Dienern: Die Gäste sollen nicht mehr zu unserer Hochzeit kommen. Jetzt sollen andere Gäste kommen. Zum Beispiel Obdachlose von der Straße. Oder arme Leute. Oder Leute, die keine Freunde haben. Guckt, wo Leute sind. Ladet die Leute ein. Die Diener gingen überall herum. Und luden die anderen Leute ein. Die Leute freuten sich. Der Festsaal wurde voll. Alle Gäste setzten sich an den Tisch. (Katholisches Bibelwerk)
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Predigtgedanken:
„Immer wieder hast du den Menschen deinen Bund angeboten und sie durch die Propheten gelehrt, das Heil zu erwarten.“ So heißt es im 4. Hochgebet. Gott nimmt Menschen zu allen Zeiten in den Dienst, um seine Botschaft der Hoffnung und des Heils zu den Menschen zu bringen. Doch auch in diesem Zusammenhang gilt der Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage. Gott bietet uns Menschen immer wieder seine Freundschaft, seinen Bund an; sucht die Begegnung mit uns Menschen. Doch nicht immer gehen die Menschen auf dieses Angebot ein, fragen nach Gott, suchen den Weg mit ihm. Nicht erst seit Corona, aber seitdem noch einmal in einem deutlicheren Maß erleben wir, wie die Mitfeier der Eucharistiefeier einbricht und sich immer mehr in unseren Breiten vom Glauben abwenden. Nach aktuellen Daten der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) beläuft sich der Anteil der Christen an der deutschen Bevölkerung nur noch auf 44-49%. Und die Zahlen dürften in den kommenden Jahren noch sinken. Die Säkularisierung greift weiter um sich. Immer weniger Kinder werden getauft. Die Zahl der kirchlichen Eheschließungen gehen drastisch zurück. Auch das Glaubenswissen schwindet in unserer Gesellschaft mehr und mehr.
Und doch lässt Gott nicht nach, den Menschen zu suchen, ihm nachzugehen. Im Zusammenhang mit dem Pastoralbesuch von Papst Leo in Frankreich - einem Land, in dem es eine klare Trennung zwischen Staat und Kirche gibt, wurde immer wieder betont, dass in den letzten Monaten die Zahl der Erwachsenentaufen sprunghaft angestiegen sei. Landesweit ließen sich 2026 rund 21.386 Personen in der Osternacht taufen, darunter etwa 13.200 Erwachsene und rund 8.200 Jugendliche zwischen 11 bis 17 Jahren. Dies entspricht einer Verdreifachung im Vergleich zum Jahr 2016. Rund 42 % der erwachsenen Täuflinge sind zwischen 18 und 25 Jahre alt, weitere 40 % im Alter von 26 bis 40 Jahren. Ein großer Teil der Bewerber komme aus Familien mit christlichem Hintergrund, in denen der Glaube jedoch nicht mehr aktiv gelebt wurde. In einer stark säkularisierten und
krisenbehafteten Gesellschaft suchen viele junge Menschen nach klaren Werten, einem festen moralischen Fundament und Lebenssinn. Diese Erfahrungen stellen uns vor die Frage, wie könnte es auch bei uns gelingen, einen solchen spirituellen Aufbruch in die Wege zu leiten? Die Botschaft der Bibel und der Frohen Botschaft hat nichts von ihrer Gültigkeit verloren, kann und will auch heute tragfähige Antworten auf die bedrängenden Fragen der Menschen geben.
Wenn es in den Familien seltener wird, dass Glaube dort aktiv gelebt wird, braucht es andere Zeuginnen und Zeugen des Glaubens, die anderen davon erzählen, was sie hoffen lässt, was ihnen Halt gibt, wovon sie begeistert und beseelt sind.
Kann es uns gelingen, solche Zeuginnen und Zeugen zu sein?
Für Familien mit Kindern:
Eine Hochzeit, das ist ein ganz besonderer Tag für die beiden Menschen, die sich das JA-Wort geben. Warst du schon einmal auf einer Hochzeit? Ein sichtbares Zeichen für die Verbindung der Eheleute ist der Ehering. Freundschaftsbänder zeigen eine Verbindung zwischen Freunden. Hast du ein Freundschaftsband? Die Bibel spricht einmal von einer dreifachen Schnur. Das soll heißen, dass Gott noch zusätzlich in diese Verbindung kommt und somit alles stabiler ist, wenn man auf Gott vertraut.
Treuer Gott, ich möchte heute für alle Eheleute beten, die schwere Zeiten durchmachen. Sei du bei ihnen, damit sie mit deiner Hilfe wieder zueinander finden. Amen
(dkv - Mein Sonntagsblatt - 2020)
Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 354
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du lädst uns ein, mitzubauen am Reich Gottes. voll Vertrauen bitten wir dich:
➢ Für die Missionarinnen und Missionare, die weltweit die Frohe Botschaft verkünden und zu leben versuchen.
➢ Für alle Gruppen und Kreise in unseren Gemeinde, die sich aus dem Glauben heraus für andere einsetzen.
➢ Für die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft, dass sie ihr Handeln an den christlichen Werten ausrichten.
➢ Für alle, deren Leben derzeit von schweren Sorgen bedrückt ist.
➢ Um Frieden und die Bereitschaft zur Versöhnung in den großen und kleinen Konflikten unserer Zeit.
➢ Für unsere Verstorbenen.
Herr, unser Gott, Du lädst uns zu Dir ein. Du willst unserem Leben Richtung und Ziel geben. Hilf, dass wir Dir nicht ausweichen, sondern Deiner Einladung folgen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Hinführung zum Vater unser: Herr Jesus Christus, was wir vor dir und dem Vater im Himmel aussprechen, bleibt oft bruchstückhaft und unvollkommen. Wir dürfen aber alles, was uns bewegt, hinein nehmen in das Gebet, das du uns gelehrt hast: Vater unser..
Lied:Gl 554, 2: Zion hört die Wächter singen...
Gebet:
Gott,
wir danken dir für die Gemeinschaft,
die wir mit dir und untereinander erfahren haben.
Lass alle, die uns heute begegnen, spüren,
dass wir deine Gäste waren.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein
zum ewigen Hochzeitsmahl,
zu dem du uns eingeladen hast
durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. (Nach: Heriburg Laarmann - - Das Fest unseres Lebens feiern - S. 111)
Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Lied:Gl 819, 1-3: Gott sagt uns immer wieder...
