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Hausgottesdienst am 29. Sonntag im Jahreskreis A

Hausgottesdienst am
29. Sonntag im Jahreskreis A
18. Oktober 2026

Lied:Gl 448, 1-4: Herr, gib uns Mut zum Hören...

Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze

Gedanken zur Hinführung:
„Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl!“ - so beginnt ein evangelisches Kirchenlied und es drückt eine Situation aus, die wir sicher alle kennen. Wir suchen den richtigen Weg durch unser Leben und stoßen immer wieder an Grenzen und Mauern, finden uns in Sackgassen wieder oder auf Irrwegen und Umwegen. Wie finden wir dann wieder auf den rechten Weg bzw. zu unserem Ziel.
Im Evangelium heißt es heute über Jesus: „Wir wissen, dass du wahrhaftig den Weg Gottes lehrst.“ Darauf setzen auch wir jetzt wieder unser Vertrauen, wenn wir zusammenkommen, um miteinander Gottesdienst zu feiern und über die Worte des Evangeliums nachzudenken.

Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:
Loblied:Gl 169, 1-3: Gloria, Ehre sei Gott...

Gebet:
Herr, unser Gott,
wir danken dir für das Geschenk dieser Zusammenkunft.
Sie hält in uns lebendig,
was wir allein vergessen und verlieren würden.
Zeige uns heute neu den Sinn unseres Lebens.
Festige unsere Gemeinschaft mit dir und miteinander.
Schenke uns den Geist deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (Messbuch 20/312)

Halleluja:Gl 175, 6 oder 716

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 22, 15-21)
Damals kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen:
Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person.
Sag uns also: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?
Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum versucht ihr mich? Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!
Da hielten sie ihm einen Denar hin.
Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?
Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!
oder: In leichter Sprache
Einige Religionsgelehrte konnten Jesus nicht leiden. Die Religionsgelehrten wollten, dass Jesus ins Gefängnis kommt.Aber Jesus musste nicht ins Gefängnis.Weil Jesus nichts Böses getan hatte.Darum wollten die Religionsgelehrten Jesus eine Falle stellen. Damit Jesus trotzdem ins Gefängnis kommt. Für die Falle sollte Jesus eine schwere Frage beantworten. Wenn Jesus die Frage falsch beantwortet, sollte Jesus ins Gefängnis. Die Frage ging so: Findet Gott es richtig, dass wir für ein fremdes Land Steuern zahlen? Die Menschen mussten nämlich für ein fremdes Land viele Steuern bezahlen. Die Menschen ärgerten sich darüber.Die Menschen sagten: Steuern für ein fremdes Land bezahlen ist ungerecht. Gott will auch nicht, dass wir Steuern bezahlen. Die Religionsgelehrten dachten: Vielleicht sagt Jesus: Gott findet das Steuern-Bezahlen falsch. Dann kommen die Leute aus dem fremden Land und werfen Jesus ins Gefängnis. Vielleicht sagt Jesus: Gott findet das Steuern-Bezahlen richtig. Dann werden die Leute aus unserem Land wütend. Dann werfen die Leute aus unserem Land Jesus ins Gefängnis. Die Religionsgelehrten gingen zu Jesus. Die Religionsgelehrten fragten Jesus: Findet Gott es richtig, dass wir für ein fremdes Land Steuern bezahlen? Jesus merkte sofort, dass die Religions-Gelehrten eine Falle stellen wollten. Jesus sagte: Ihr seid gemein. Ihr wollt mir eine Falle stellen. Zeigt mir das Geld-Stück, mit dem ihr die Steuern bezahlt. Die Religions-gelehrten gaben Jesus das Geld-Stück. Auf der einen Seite vom Geld-Stück war das Gesicht vom Kaiser. Auf der anderen Seite vom Geld-Stück war die Unterschrift vom Kaiser. Jesus fragte die Religionsgelehrten: Welches Gesicht ist auf dem Geld-Stück? Die Religionsgelehrten sagten: Das ist das Gesicht von dem Kaiser im fremden Land. Jesus drehte das Geld-Stück auf die andere Seite. Jesus fragte die Religionsgelehrten: Welche Unterschrift ist auf diesem Geld-Stück?Die Religionsgelehrten sagten: Das ist die Unterschrift von dem Kaiser im fremden Land. Jesus sagte zu den Religionsgelehrten: Also gehört das Geld-Stück dem Kaiser in dem fremden Land. Also müsst ihr dem Kaiser in dem fremden Land das Geld geben.Ihr sollt dem Kaiser in dem fremden Land geben, was dem Kaiser gehört. Und ihr sollt Gott geben, was Gott gehört. Die Religionsgelehrten waren
überrascht. Weil Jesus eine gute Antwort gegeben hat. Die Religionsgelehrten wollten über die Antwort nachdenken. Die Religionsgelehrten gingen leise weg.
© evangelium-in-leichter-sprache.de

Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…

Predigtgedanken:
Eine Falle gestellt bekommen; hinter's Licht geführt zu werden; hintergangen zu werden: Alles das sind keine schöne Erfahrungen. Wie reagiere ich auf solche Erfahrungen und Erlebnisse? Mit Enttäuschung, Rückzug, Resignation, Aggression, einem gezielten Gegenschlag? Will ich schlag - kräftig sein oder schlag - fertig?
Will ich Böses mit Bösem vergelten oder versuche ich, den Gegner ins Leere laufen zu lassen, indem ich eine Reaktion, ein Verhalten an den Tag lege, mit dem mein Gegenüber in keiner Weise gerechnet hat?
Jesus hat uns mit seinem Verhalten und seiner schlagfertigen Antwort ein Beispiel gegeben: Zunächst lässt er sich eine Steuermünze von den Schriftgelehrten zeigen, die Münze, die sie eigentlich gar nicht im Besitz haben dürften, weil sie das Bild des ungeliebten Kaisers trägt, um dann als Spitze die Antwort aufzusetzen: Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört.
Ähnlich schlagfertig zeigte sich einmal der Wiener Priester Klemens Maria Hofbauer, Mitglied des Redemptoristenordens, der Apostel Wiens, der dort von 1008 bis zu seinem Tod 1820 dort seelsorglich wirkte, und sich vor allem um die Armen der Stadt sorgte. Eines Tages - so sagt die Überlieferung - sei er wieder mit seinem Hut durch eine Gaststätte gegangen, um für seine Notleidenden Geld zu sammeln. Dabei kam er auch zu einem Mann, der alles hasste, was mit der Kirche zu tun hatte. Der fuhr ihn an: „Wie kommen sie dazu, mich um Geld zu bitten?“ Und er spuckte Klemens Maria Hofbauer ins Gesicht. Dieser zog ruhig ein Taschentuch heraus, machte sich das Gesicht wieder sauber und sagte dann ganz bescheiden: „Das war für mich. Nun geben Sie mir bitte auch noch etwas für meine Armen.“ Und er hielt ihm erneut den Hut hin. - Es wird berichtet, dass dieser Mann so beeindruckt gewesen sei, dass er ihm den ganzen Inhalt seiner Geldbörse in den Hut geschüttet habe. (Nach: Willi Hoffsümmer - Kurzgeschichten 1; Nr. 159; S. 93)
Ich gebe zu, ich bewundere Menschen, die in solchen oder ähnlichen Situationen so originell und schlagfertig reagieren können; ohne laut oder ausfallend oder sogar gewalttätig zu werden. Mir fallen solche - im wahrsten Sinne des Wortes - entwaffnende Reaktionen leider oft erst später ein. Dann, wenn es schon zu spät ist, denke ich mir: „Das hättest du besser antworten sollen!“ - „So hättest du reagieren sollen.“
Doch vielleicht kann man eine solche Haltung der Schlagfertigkeit auch einüben, in dem ich mir vornehme, mich nicht gleich provozieren zu lassen, nicht Gleiches mit Gleichem vergelten zu wollen und zudem um das Mittun des Heiligen Geistes zu
bitten - im Sinne eines zeitgenössischen geistlichen Liedes: Gib mir die richtigen Worte, gib du mir den richtigen Ton...Worte, die klären, Worte, die stören, wo man vorbeilebt an dir.
Für Familien mit Kindern:
Manchmal suchen Menschen Streit. So erging es auch Jesus immer wieder. Die Pharisäer stellten ihm eine Falle und wollten, dass Jesus mit seiner Antowrt Ärger bekommt. Aber Jesus war klug und ließ sich nicht provozieren. Es wäre schön, wenn wir es auch immer wieder schaffen bwürden, bei Ärger ruhig zu bleiben und uns nicht auf Streit einzulassen.
Lieber Gott, manchmal ärgern mich andere und wollen mich provozieren. Bitte, hilf mir, nicht gleich wütend zu werden, sondern ruhig zu bleiben und so Konflikte friedlich zu lösen. (Mein Sonntagsblatt - dkv - 2014)

Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 847, 1+3: O Seligkeit getauft zu sein...

Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du begleitest jeden Tag unseren Lebensweg, weißt um unsere Hoffnung, unsere Sorgen und Ängste. Wir bitten dich:

➢ Für Papst Leo: Schenke ihm die nötige Kraft zu einer baldigen Genesung und erhalte ihn deiner Kirche noch lange mit Glaubenskraft und der Zuwendung zu den Menschen.
➢ Für alle, die nach einem gelingenden Leben suchen und sich im Glauben eine Orientierung erhoffen.
➢ Für die Kinder und Jugendlichen, die noch am Anfang ihres Lebensweges stehen und auf gute Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter hoffen.
➢ Für die Kinder und Jugendlichen, die sich auf die Erstkommunion und die Firmung vorbereiten. Zeige ihnen Wege zu dir und zueinander.
➢ Für alle, die anderen Böses wollen, sie provozieren oder Intrigen schmieden. Führe sie zur Einsicht.
➢ Für unsere alten und kranken Mitmenschen. Schenke ihnen - auch durch uns - Zeichen, dass sie nicht vergessen sind.
➢ Für alle, die über den Tod hinaus einen besonderen Platz in unserem Herzen haben. Lass sie bei dir geborgen sein.
Herr, unser Gott! Noch bevor wir sie aussprechen können, weißt du um unsere Bitten. Höre und erhöre uns durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Hinführung zum Vater unser: Herr, du willst uns mit deinem Geist nahe sein, wenn wir versucht sind, uns provozieren zu lassen und Bösem mit Bösem zu vergelten. Deshalb beten wir mit deinen Worten: Vater unser...

Lied:Gl 455, 1+2: Alles meinem Gott zu Ehren

Gebet:
Herr,
wir verfolgen viele Wege und Ziele.
Du gehst alle Wege mit uns, auch Irrwege.
Oft erkenne wir dich nicht,
weil Sorgen und Nöte uns den Blick auf dich versperren.
In diesem Gottesdienst bist du zu uns gekommen.
Dafür danken wir dir.
So können wir uns getrost auf den Weg machen;
denn deine große Liebe führt uns.
Amen (Nach: Unterwegs zur Quelle; dkv - S. 280)

Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!

Lied:Gl 832, 1+3: Herr, wir bitten, komm und segne uns…

Ausmalbild für Kinder

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