Hausgottesdienst am
30. Sonntag im Jahreskreis A
- Weltmissionssonntag -
25. Oktober 2026
Lied:Gl 400, 1+2: Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen...
Kreuzzeichen
evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
„Sei mutig und stark!“ - Das ruft uns der heutige Weltmissionssonntag wieder in Erinnerung. Unser Blick wird in diesem Jahr auf die Schwestern und Brüder in Madagaskar gerichtet, die unter schwierigen Verhältnissen versuchen, ihr Leben zu meistern und ein mutiges und starkes Zeugnis für ihren Glauben zu geben. Mehr als ¾ der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze; viele Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung. Mit unserem Gebet und unserer Solidarität können wir ihnen neuen Mut und neue Hoffnung schenken.
Stimmen wir mit ein in das Lob Gottes:
Loblied:Gl 383,1: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt...
Gebet:
Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe zu dir und zu unserem Nächsten
aufgetragen als die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Öffne uns Augen und Herzen für die Spuren deiner Liebe
und lass uns weitergeben, was uns geschenkt ist.
Das erbitten wir im Heiligen Geist
durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der mit dir lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Nach: Messbuch S. 237)
Halleluja:Gl 175,6 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - (Mt 22, 34-40)
In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie am selben Ort zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn versuchen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen
Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
oder: In leichter Sprache
Einmal kam ein Mann zu Jesus. Der Mann kannte alle Gesetze von Gott.Der Mann wusste genau, was die Menschen tun sollen. Und was die Menschen nicht tun sollen. Der Mann war ein Lehrer für Gesetze von Gott. Der Lehrer wollte Jesus prüfen. Der Lehrer wollte prüfen, ob Jesus alle Gesetze von Gott kennt. Der Lehrer fragte Jesus: Jesus, welches Gesetz ist am wichtigsten? Jesus sagte: Das wichtigste Gesetz ist: Du sollst Gott lieb haben. Du sollst Gott lieb haben mit deinem ganzen Herzen. Und mit deiner ganzen Seele. Und mit allen deinen Gedanken. Jesus sagte: Es gibt noch ein zweites wichtiges Gesetz. Das zweite wichtige Gesetz heißt: Du sollst die anderen Menschen lieb haben. Du sollst die anderen Menschen genau so lieb haben, wie du dich selber lieb hast. Jesus sagte: Diese zwei Gesetze sind die wichtigsten Gesetze. Wenn du diese zei Gesetze kennst, dann kennst du alle Gesetze © evangelium-in-leichter-sprache.de
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Predigtgedanken:
„Sei mutig und stark“ - Unter diesem Leitwort steht der diesjährige Weltmissionsonntag, den wir zusammen mit der Weltkirche in diesem Jahr zum 100. Mal begehen. Sicherlich kennen wir Situationen, in denen die Herausforderungen übergroß scheinen, uns Sorgen plagen und wir das Gefühl haben, an unsere Grenzen zu kommen. Um in solchen Situationen nicht den Mut zu verlieren, braucht es die Zusage, dass wir nicht allein sind. Schon die Erfahrung, dass es Menschen gibt - Familie oder Freunde - die uns besitehen, kann dann eine Hilfe sein; aber mehr noch, wenn wir darauf vertrauen dürfen, dass Gott uns in Jesus zur Seite steht.
Am Weltmissions-Sonntag wird uns das Glaubenszeugnis von Menschen aus anderen Teilen der Welt geschenkt. In diesem Jahr schauen wir nach Madagaskar. Nach unserem extrem heißen Sommer spricht uns das erquickende Nass und die Freude der Schwestern auf dem diesjährigen Themenplakat an.
Doch im Hintergrund sehen wir dürres Land. Auch das geht uns in diesem Jahr nah. Wo Wasser fehlt, fehlt jegliche Lebensgrundlage für Mensch und Vieh, kommen Krankheiten, beginnt der Kampf ums Leben.
Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie ist ist wunderschön, aber 70 Prozent der Menschen leben nicht in Armut, sondern in Elend, komplett mittellos, teils menschenunwürdig.
Im Evangelium wurde Jesus nach dem wichtigsten Gebot gefragt und er hat es zusammengefasst im Gebot der Gottes- und Nächstenliebe. Da geht es nicht um
religiöse Gefühle. Jesus geht es um Einsatz für Menschenwürde. Auf Madagaskar sind es Schwestern, die sich täglich für diese Würde einsetzen, in Schulen und Krankenstationen.
Beeindruckend ist das Lebenszeugnis von Sr. Claudine. Sie ist Professorin für Chemie und hat eine wild wachsende Heilpflanze, das Bettlerkraut entdeckt, das ähnliche Eigenschaften hat wie synthetische Medikamente. Aus diesem Kraut hat sie ein Medikament hergestellt, das bei Hepatitis und Viruserkrankungen hilft und für die Menschen bezahlbar ist. Die Schwestern erwarben Land, auf dem das Bettlerkraut wächst. Sie beziehen die Menschen in die Pflege der Pflanzen, in die Ernte und bei der Präparation des Medikamentes mit ein, damit diese etwas Geld verdienen können. Ihr Medikament hilft Menschen gesund zu werden und bringt Einnahmen für weitere Investitionen. Außerdem betreiben sie nachhaltige Landwirtschaft. Das bedeutet auch Umweltschutz.
Die Menschen lernen die Schöpfung zu achten, Brandrodungen hören auf. Die Menschen haben verstanden: Feuer schafft zwar Weiden, zerstört aber den Pflanzenreichtum und damit ihre Lebensgrundlage. Die Schwestern geben Zeugnis von einer gesunden Gottesbeziehung: Sie nutzen die Talente und den Pflanzenreichtum, den Gott ihnen geschenkt hat, um damit der Würde von Menschen dienen. Sie sprechen mit Gott über alles, was sie bewegt und werden gestärkt in ihren Entscheidungen und in ihrem oft mühsamen Handeln. Ohne das feste Vertrauen auf den Beistand Gottes wäre ihr Dienst nicht möglich. Ihr Glaube ist die Quelle, die sie weiter gehen lässt, wo andere resignieren.
Am heutigen Weltmissionssonntag können wir uns vom Glaubenszeugnis dieser Schwestern inspirieren lassen. Mit Gott an der Seite ist kein Weg zu weit. Und wir wollen diese starken Frauen von Herzen nach unseren finanziellen Möglichkeiten unterstützen. Gott braucht Menschen, die Not sehen und handeln. Vor Ort - wie diese Schwestern - und weltweit als Geschwister verbunden auf Mutter Erde.
Für Familien mit Kindern:
Bausteine für die Kinderkatechese finden sich unter: www.weltmissionssonntag.de
Glaubensbekenntnis:Wir dürfen gemeinsam unseren Glauben bekennen - gesprochen oder gesungen: Gl 456, 1+4: Herr, du bis mein Leben...
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Pfr.: Fürsorglicher Gott, du willst deinen Menschen Mut und Stärke geben,um in Madagaskar, in Deutschland und in der ganzen Welt deine heilende Botschaft zu verwirklichen. Voll Vertrauen tragen wir dir unsere Bitten vor.
Wir antworten: „Schenke ihnen Mut und Stärke.“
➢ Für alle Menschen, die in Not sind – sei es Armut, Gewalt oder Aussichtslosigkeit. Gütiger Gott – A: Schenke ihnen Mut und Stärke.
➢ Für alle Menschen, die anderen helfen – sei es durch Nahrung, Medikamente, Bildung oder durch geteilte Lebensfreude. Gütiger Gott – A: Schenke ihnen Mut und Stärke.
➢ Für all jene Menschen, die politische Verantwortung tragen – sei es in Staaten, in Dorfgemeinschaften oder in der Kirche. Gütiger Gott – A: Schenke ihnen Mut und Stärke.
➢ Für deine bedrohte Schöpfung und für alle, die sich für ihren Schutz einsetzen – durch unermüdliche Wiederaufforstung, Konsumverzicht und faire Verteilung von Ressourcen. Gütiger Gott – A: Schenke ihnen Mut und Stärke.
➢ Für unsere Verstorbenen in deinem Himmelreich und alle, die um sie trauern. Gütiger Gott – A: Schenke ihnen Mut und Stärke.
Pfr.: Schenke Mut und Stärke allen, die auf dich vertrauen, und segne die Bemühungen der Menschen. Darum bitten wir dich, starker Gott, durch Christus, unseren Bruder und Herrn.A: Amen. (Nach: missio Aachen - Aktionsheft 2026)
Hinführung zum Vater unser: Herr Jesus Christus, du machst uns Mut an deinem Reich mitzubauen, mitzuwirken an einer besseren, gerechteren Welt. Mit deinen Worten beten wir: Vater unser...
Lied:Gl 474, 1+3+4: Wenn wir das Leben teilen...
Gebet:
Herr und Gott,
du hast uns das Wort des Lebens zugesagt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir uns einsetzen für eine bessere und gerechtere Welt
und dem Frieden dienen,
den uns Christus geschenkt hat,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen (Nach: Messbuch S. 1083)
Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Dürfen wir Sie bitten, an der Solidaritätsaktion des diesjährigen Weltmissionssonntags teilzunehmen und eine Spende zu überweisen auf das Konto:
missio München
IBAN: DE96 7509 0300 0800 0800 04
Vielen herzlichen Dank im Voraus!
