Hausgottesdienst am
6. Sonntag im Jahreskreis - A
15. Februar 2026
Lied:Gl 803, 1+2: Unser Leben sei ein Fest...
Kreuzzeichen - evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Heute feiern wir den 6. Sonntag im Jahreskreis. Gestern haben sich vor allem auch Verliebte und Liebende an den Hl. Valentin erinnert; haben sich Blumen oder Herzen oder Pralinen geschenkt, um einander zu überraschen. Die Jecken und Narren feiern in diesen Fastnacht, Fasching oder Karneval. Gleichzeitig leiden Menschen weiterhin unter Gewalt und Krieg, stehen vor ungelösten Problemen, sorgen sich oder trauern um einen lieben Menschen. Freude und Leid liegen oft so nahe beieinander. Unsere Freude, aber auch unsere Sorgen und Ängste dürfen wir in dieser Stunde Gott anvertrauen. Stimmen wir ein in das Lob Gottes:
Gl 383, 3: Ich lobe meinen Gott...
Gebet:
Gott unser Vater,
Du hast uns für die Freude erschaffen.
Dennoch begleiten Enttäuschung und Leid unser Leben.
Hilf, dass wir dir glauben
und auch in Stunden der Not dir vertrauen.
Mache uns durch diese Erfahrungen reifer
und hellhörig für die Not der anderen
Darum bitten wir durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.
Amen (Nach: Messbuch S. 315 - 28)
Lesung aus dem 1. Korintherbrief ( 1 Kor 2, 6-10)
Wir verkündigen Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.
Antwortgesang:Gl 458, 1-4: Selig seid ihr...
Halleluja:Gl 175,6 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 5, 20-22a.27-28.33-34a.37)
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen . Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.
oder in leichter Sprache:
Einmal sagte Jesus zu seinen Freunden: Es gibt ein Gesetz buch.Im Gesetzbuch steht, was verboten ist. Ihr sollt besser sein, als das Gesetzbuch sagt.Ihr sollt in eurem Herzen die Menschen lieben. Jesus erzählte drei Beispiele:
Erstes Beispiel: Töten ist verboten
Jesus sagte: Im Gesetzbuch steht: Töten ist verboten.Ich aber sage euch: Ihr sollt in eurem Herzen noch nicht einmal wütend sein. Ihr sollt in eurem Herzen gut sein zu den Menschen.
Zweites Beispiel: Die Ehe·frau wegschicken ist verboten
Jesus sagte:
Im Gesetzbuch steht: Keiner soll seine Ehefrau wegschicken.Ich aber sage euch:Ihr sollt eure Ehefrau lieb haben. Ihr sollt euch nicht in eine andere Frau verlieben.Ihr sollt nur eure Ehefrau lieben.
Drittes Beispiel: Lügen und schwören ist verboten
Jesus sagte:
Im Gesetzbuch steht: Lügen und schwören ist verboten.Ich aber sage euch:Ihr sollt immer ehrlich sein. Ihr sollt in euren Herzen ehrlich denken. Ihr sollt mit euren Augen ehrlich sehen. Wenn ihr Ja sagt, heißt das Ja. Wenn ihr Nein sagt, heißt das Nein.
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Büttenpredigt zum Fastnachtssonntag:
Liebe Schwestern und Brüder,
die ihr hier zusammen,
wir haben uns versammelt in Jesu Namen;
teilen den Glauben und teilen das Brot;
tragen vor Gott uns're Ängste und Not;
schau'n auf die Kirche
und schau'n auf die Welt:
nicht alles, was wir sehen, uns dabei gefällt.
Wir hören von Kriegen,
wir erleben den Streit,
wir machen uns Sorgen,
wir erfahren das Leid.
So mancher Lebenstraum verweht,
das Leben lieber Menschen vergeht.
All das kann zu der Sicht uns führ'n:
Da kannst den Glauben du verlier'n.
Vier Jahre währt schon der gemeine
Krieg Russlands gegen die Ukraine.
Nicht endet das Trauern und das Klagen.
Auf den Schultern der Schwächsten
wird ausgetragen
der Ego-Trip eines einzigen Mannes.
der nur, weil er meint, er kann es,
Zerstörung und Tod nimmt in Kauf
und lässt der Gewalt ihren freien Lauf.
Doch an Weihnachten war er wieder zu sehen,
da sah man ihn in der Kirche steh'n.
Ließ sich segnen
und spielte den frommen Christ,
dies nicht in Worte zu fassen ist.
All das kann zu der Sicht uns führ'n:
Da kannst den Glauben du verlier'n.
Doch steht nicht wirklich es zum Besten,
richt ich den Blick einmal gen Westen.
Seit einem Jahr zum zweiten Mal
regiert jetzt Trump - es ist 'ne Qual.
Viel wird versprochen und wenig gehalten.
An vielen Punkten bleibt alles beim Alten.
An einem Tag wollt er Frieden schaffen
in der Ukraine - noch sprechen die Waffen.
Für Putin rollt er den Teppich aus.
Den NATO-Partnern ist das ein Graus.
Er greift nach Grönland,
droht mit Waffen sogar.
Wasser auf die Mühlen Russlands ist so was fürwahr.
Immer wieder betont er: Ich mache 'nen Deal.
Von Diplomatie - da hält er nicht viel.
Er scheint mir kein Staatsmann,
sondern eher ein Spieler.
Doch wer immer nur dealt,
wird zum Ende ein Dealer.
All das kann zu der Sicht uns führ'n:
Da kannst den Glauben du verlier'n.
Auch dieses Jahr gilt allemal:
Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Ob kommunal, ob in etlichen Ländern,
sollen Dinge sich verändern.
Doch die Mitte tut sich schwer,
kriegt zu wenig Wähler her.
Dagegen ich die AFD
mit Sorge ziemlich vorne seh'.
Als extremistisch eingeschätzt,
weil gegen Ausländer gehetzt,
erlebt sie dennoch - o wie blind -
im Osten ziemlich Rückenwind.
In manchen Ländern stärkste Kraft,
bei mir das nur Bedenken schafft.
Demokratie: ein hohes Gut,
sie zu beschützen, braucht es Mut.
Die Geschichte zeigt die Spur,
wie schnell beginnt 'ne Diktatur.
All das kann zu der Sicht uns führ'n:
Da kannst den Glauben du verlier'n.
12 Jahr' hat er die Kirch' geführt,
hat viele Herzen angerührt.
Franziskus war ein Hirt fürwahr,
war immer für die Ärmsten da.
Wollte unser'n Blick verändern,
auf die Menschen an den Rändern.
An Ostern hat er es geschafft,
gab Urbi et Orbi mit letzter Kraft
und hat am Tag darauf sein Leben
in Gottes gute Hand gegeben.
Gespannt blickten viele in diesen Tagen
nach Rom.
Wer besteigt als Nächster den päpstlichen Thron.
Die Überraschung war groß-
ein Kardinal aus USA
zum neuen Papst erhoben war.
Leo - wie er sich nun nennt,
ebenso Elend und Armut kennt.
War lange Pfarrer in Peru
und dann auch Bischof noch dazu.
Er versucht nun den Spagat,
vorsichtig und moderat,
manche Gräben, manche Lücken
mit der Zeit zu überbrücken.
Nicht alles, was Franziskus angefasst,
hat den Bischöfen gepasst.
Leo trägt wieder Monzetta,
spricht über die Kurie viel netter,
Castelgandolfo er wieder nutzt,
das päpstliche Apartment wird herausgeputzt.
Aber - und das wird Franziskus freu'n,
auch er will die Kirche erneuern.
hält fest an Synode und Dialog.
Beides auch bei Franziskus sehr schwer wog.
D'rum: Lassen wir uns nicht verführ'n!
Man darf den Glauben nicht verlier'n!
Manchen hat es irritiert,
dass Bätzing nicht mehr kandidiert.
6 Jahre er den Vorsitz hat
Ganz ehrlich - es lief nicht immer glatt.
Oft geriet er in die Mühlen
saß hie und da zwischen den Stühlen.
Mancher Bruder im Bischofsamt
hat ihn rechtsseitig gerammt.
Ein „Synodaler Weg“ sollte es richten.
Doch ist's ja so bei den Geschichten:
Ein Weg, der ist nicht immer eben.
Das mussten viele schon erleben.
Ein Weg, der ist oft schmal und steil
und manchmal steinig auch derweil.
Die einen wollen schnell voran,
andere ziehen die Bremse an.
Zwischen Bewahren und Erneuern
ist es oft ein zähes Steuern.
Was will der Geist und was ist Wahrheit?
Nicht immer findet sich die Klarheit,
in welche Richtung es nun geht
und wo man dann am Ende steht.
Nun soll ein and'rer Bischof ran,
der vielleicht dann schlichten kann,
dass man die Gräben überwindet
und doch zurück zur Einheit findet.
D'rum: Lassen wir uns nicht verführ'n!
Man darf den Glauben nicht verlier'n!
Weil's jetzt mal weiter gehen muss,
mach ich mit meiner Red' jetzt Schluss.
Der Glaube - er will Kraft uns geben,
will uns voll Hoffnung führen durch's Leben.
Das Evangelium gibt uns Richtung und Ziel,
hilft uns zu meistern des Lebens Spiel.
D'rum: Lassen wir uns nicht verführ'n!
Man darf den Glauben nicht verlier'n!
Für Familien mit Kindern:
Kinder sind eingeladen, Menschen zu nennen, die so eine heilende Begegnung mit Jesus jetzt dringend brauchen können. Für jede/n von ihnen können wir ein Teelicht anzünden.
(ARGE Liturgie)
Lied:Gl 787: Ich glaube, Herr, dass du es bist…
(Mel.: Gl 170: Allein Gott in der Höh' sei Ehr)
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du kennst unsere Sehnsucht nach Glück, nach einem Leben in Frieden und Geborgenheit. Doch diese Sehnsucht erfüllt sich nicht immer. So bitten wir dich:
• Für alle, die von Krankheit und Leid betroffen sind; am eigenen Leib oder in ihrem Umfeld - um Kraft, Hoffnung und Gelassenheit.
• Für alle, die sich um Kranke und Sterbende kümmern, daheim, in Krankenhäusern und Kliniken; Alten - und Pflegeheimen, Hospizen und Palliativstationen - um Geduld, liebende Fürsorge und das rechte Wort.
• Für alle Paare - ob frisch verliebt oder schon länger zusammen - um Hoffnung in der Enttäuschung; Mut zum Neubeginn nach einem Streit, Kreativität und Phantasie im Alltag und Dankbarkeit für ein gelingendes Miteinander.
• Für alle, die in diesen Tagen gerne ausgelassen Fastnacht, Fasching oder Karneval gefeiert hätten - um innere Freude, Hoffnung und Zuversicht auf bessere Tage.
• Für alle unsere Verstorbenen, die uns vorausgegangen in die ewige Gemeinschaft mit dir.
Herr, unser Gott, alle unsere Wege liegen wir in deine Hand. Du bist unser Ursprung und unser Ziel. Bleibe bei uns alle Tage unseres Lebens. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.
Hinführung zum Vater unser: Herr Jesus, wir glauben: Wenn wir auf dich bauen, wird unser Leben gelingen und nichts wird verloren gehen, denn in deiner Hand ist alles gehalten. Mit deinen Worten dürfen wir beten: Vater unser. (Nach Laacher Messbuch)
Lied:Gl 832, 1+4: Herr, wir bitten, komm und segne uns...
Gebet:
Guter Gott,
Du schenkst uns das Leben und die Freude.
Wir wollen die Fröhlichkeit in unserem Leben erhalten und weitergeben.
Hilf uns dabei durch Jesus, unseren Bruder und Herrn.
Amen (Heike Helmchen - Vitamin Gott - S. 133)
Segen
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
