Hausgottesdienst am
Neujahrstag - A
1. Januar 2026
Lied:Gl 751, 1+2+6: Auf, Christen, singt festliche Lieder...
Kreuzzeichen - evtl. Entzünden einer Kerze
Gedanken zur Hinführung:
Der erste Tag des neuen Jahres; Oktavtag von Weihnachten und Weltfriedenstag - gleich drei Anlässe dürfen wir heute feiern. Wie sehr sehnt sich unsere Welt nach Frieden; dem Frieden, den die Engel bei der Geburt Jesu für die Welt verheißen haben. Ja, mit brennenden Herzen schauen wir danach aus, dass sich unsere Hoffnung nach einer versöhnten, friedlichen Welt erfüllt. Wir schauen auf Jesus, der uns verheißen ist als der Fürst des Friedens:
Herr Jesus, Sohn des lebendigen Gottes - Kyrie eleison
Du Kind der Jungfrau Maria
Du Wort, das Fleisch geworden in unserer Mitte - Christe eleison
Du Licht, in unserem Dunkel erschienen
Herr Jesus, du bist unser Friede - Kyrie eleison
Du zeigst uns Wege zur Versöhnung
Stimmen wir ein in das Lob Gottes:
Lied:Gl 237, 2+7
Gebet:
Treuer Gott,
Wir hoffen auf deine Hilfe und deine Barmherzigkeit
und vor allem auf deine Geduld und Liebe zu uns
und zu allen, die wir jetzt in unser Gebet einschließen.
Mit diesem Vertrauen beginnen wir das neue Jahr.
Wir wissen nicht, was es bringt,
wissen aber, dass du mit uns gehst.
Monat für Monat,
Woche für Woche,
Tag für Tag stellen wir unter deinen Segen.
Du selbst hast ihn uns verheißen
und aufgefordert, darum zu bitten: (Nach: Hanns Sauter: Schöne Gebete und kleine Andachten für jeden Tag - S. 130)
Lesung aus dem Buch Numeri (Num 6, 22-27):
Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.
Antwortgesang:Gl 258, 1-3: Lobpreiset all zu dieser Zeit...
Halleluja:Gl 175,3 oder 716
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas (Lk 2, 16-21)
Die Hirten eilten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.
oder in leichter Sprache
Als Jesus geboren war, sagten die Engel den Hirten Bescheid. Die Hirten waren bei den Schafen auf der Wiese. Die Engel sagten zu den Hirten: Jesus ist in Betlehem geboren. Jesus hilft euch. Jesus will allen Menschen helfen.Die Hirten freuten sich sehr. Die Hirten rannten schnell zum Stall nach Betlehem. Die Hirten sahen Maria und Josef und das Kind. Alles war genauso, wie die Engel gesagt hatten. Die Hirten erzählten Maria und Josef alles, was die Engel gesagt hatten. Maria und Josef staunten. Maria dachte in ihrem Herzen über alles nach. Die Hirten gingen wieder zu ihren Schafen zurück. Die Hirten beteten laut zu Gott. Und dankten Gott. Eine Woche später bekam das Kind seinen Namen. Das Kind sollte Jesus heißen.Das hatte der Engel von Gott zu Maria gesagt.
Lied:Gl 450: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht…
Predigtgedanken:
Es war ein Jahreswechsel in beunruhigenden Zeiten, den wir in dieser Nacht gefeiert oder zumindest begangen haben. Mit unzähligen Raketen und Böllern
wurde das neue Jahr in unseren Breiten begrüßt. In anderen Regionen dieser Erde sind es immer wieder reale Detonationen, die den Alltag der Menschen dort bestimmen. Der UN-Generalsekretär hat dieser Tage darauf hingewiesen, dass derzeit ¼ der Menschen dieser Erde in Konfliktgebieten leben müssen. 200 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Das Kinderhilfswerk UNICEF mahnt, dass derzeit jedes 5. Kind auf der Welt in einem Krisen- oder Kriegsgebiet leben muss.
Die Rüstungsausgaben steigen in den letzten Jahren kontinuierlich, während Hilfsgelder im Kampf gegen die Armut gekürzt werden. Die USA greifen Ziele in Venezuela an, China versucht, Taiwan mit einem großen Militärmanöver einzuschüchtern. Auf dem Hintergrund aller dieser und ähnlicher Erfahrungen mahnt Papst Leo in seiner diesjährigen Botschaft zum Weltfriedenstag:
Wenn der Friede keine gelebte Wirklichkeit ist, die es zu bewahren und zu pflegen gilt, dann macht sich Aggressivität sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben breit. Dann wird in der Beziehung zwischen Bürgern und Regierenden der Umstand als Verfehlung angesehen, dass man sich nicht ausreichend auf den Krieg vorbereitet, darauf, auf die Angriffe anderer reagieren und Gewalt erwidern zu können.
Er ruft auf zu einem entwaffnenden und unbewaffneten Frieden, zu Konfliktlösungen, die sich nicht auf immer mehr Waffen und Rüstung stützen. Der Friede dürfe nicht aus dem Blick verloren werden, denn - so Leo: Wenn wir Frieden als ein fernes Ideal betrachten, finden wir es nicht mehr skandalös, dass er verweigert werden kann und dass sogar Kriege geführt werden, um Frieden zu erreichen.
Stattdessen plädiert er in Anlehnung an Papst Leo XIII. dafür, auf gegenseitiges Vertrauen, Dialog, auf das gemeinsame Bemühen um Verantwortungsbewusstsein, Gewaltfreiheit und Gerechtigkeit zu bauen.
Papst Leo richtet unseren Blick zum einen auf den Auferstandenen, dessen erste Botschaft beim Erscheinen unter seinen enttäuschten Jüngern war: Der Friede sei mit euch!“ und er verweist auf einen Gott, der als das Kind in der Krippe wehrlos und ohnmächtig in diese Welt gekommen ist. Leo schreibt: Der Friede hat den Atem der Ewigkeit: Während man dem Bösen entgegenruft „Genug!“, flüstert man dem Frieden zu: „Für immer!“. In dieser Vorahnung leben die Friedensstifterinnen und Friedensstifter, die in jenem Drama, das Papst Franziskus als „Dritten Weltkrieg in Stücken“ bezeichnet hat, weiterhin der Ansteckung durch die Finsternis widerstehen, wie Wächter in der Nacht.
Die Welt braucht solche Friedensstifterinnen und Friedensstifter - im Großen wie im Kleinen. Wie kann das gehen? Von Maria heißt es, sie bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Sie stellt nicht ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche, Ziele und Erwartungen in den Vordergrund, sondern fragt: „Was will Gott?“ Gott will eine versöhnte, eine befriedete Welt. Eine Welt, in der Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit wohnen. Eine Welt, in der „Schwerter zu Pflugscharen“ umgeschmiedet werden. Eine Welt, die die Menschen segensreich und heilvoll erfahren. Eine Welt, die sich immer wieder an den Namen
Jesu erinnert und vor allem an das, was dieser Name im Letzten bedeutet: Gott rettet. Wir sollen durch unser Leben mithelfen, dass diese Botschaft nicht überhört wird und unvergessen bleibt.
Für Familien mit Kindern:
Ins Gespräch kommen: Welche Wünsche, welche Vorsätze habe ich für das neue Jahr - für mich selbst, für unser Zusammenleben in der Familie. Jede/r schreibt zwei oder drei auf einen Bogen Papier. Die beschriebenen Bogen werden sorgfältig verwahrt. Am Silvesterabend 2023 kann man schauen, was aus den Vorsätzen und Wünschen geworden ist.
Lied:Gl 759, 1+3+4: Das alte Jahr verflossen ist…
Fürbittgebet
Die Fürbitten sind unser Gebet für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen.
Wir können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will, .
Wir dürfen Gott unsere Bitten aber auch still anvertrauen.
Als Antwortruf eignen sich: Gl 182 oder Gl 817
oder:
Herr Jesus Christus, du bist Mensch geworden, um uns die Freiheit und der Welt den Frieden zu bringen. Wir bitten dich - V/A: Herr, gib ihnen deinen Segen!
➢ Für Papst Leo und alle, die Gottes Heil unter den Menschen verkünden, bezeugen und vermitteln.
➢ Für alle, die von Krieg, Vertreibung und Flucht betroffen sind und sich nach Frieden und Freiheit sehnen.
➢ Für alle, die sich für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in unserer Welt einsetzen.
➢ Für alle Kranken und Leidenden, für ihre Angehörigen und für4 alle, die sich um sie kümmern.
➢ Für alle Sterbenden, für unsere Verstorbenen und für alle, die um sie trauern.
Gott, unser Vater, du sprichst uns deinen Segen zu und kommst uns in Christus nahe. Erhöre unsere Bitten durch ihn, deinen Mensch gewordenen Sohn, unseren Bruder und Herrn.(Nach: Gottesdienst 22/2025)
Vater unser: Herr Jesus Christus, wo Menschen sich auf Deine Botschaft einlassen und Dir in ihrem Leben Raum geben, da können Versöhnung und Frieden wachsen. Mit Deinen Worten beten wir: Vater unser...
Lied:Gl 822, 1+5: Von guten Mächten...
Gebet:
Der treue und lebendige Gott
segne das zu Ende gegangene Jahr
und alle Wege, die darin gegangen worden sind.
Er segne das neue Jahr
und alle Wege, die uns darin offenstehen.
Er begleite mit seinem Segen
alle Pläne und Vorhaben, die wir beginnen.
Er sei bei uns,
wenn wir vom Weg abirren oder auf Umwege geraten.
Er vollende mit seinem Segen,
was wir für andere tun oder ihnen wünschen
So bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder.
(Nach: Hanns Sauter: Schöne Gebete und kleine Andachten für jeden Tag - S. 131)
Segen
Jesus Christus, du bist der Anfang und das Ende.
Jedes Jahr und jeder einzelne Tag kommt von dir als Geschenk für uns Menschen. Für das Jahr, das vor uns liegt, bitten wir um seinen Segen:
Wo du Neues beginnst, segne uns, Herr, dass wir es erkennen und pflegen.
Wo du uns von Irrwegen zurückrufst, segne uns, Herr,
dass wir deine Stimme hören.
Wo du uns ratlos siehst, segne uns, Herr, mit der Gabe des Heiligen Geistes.
Wo du uns Gutes schenkst, segne uns, Herr, dass wir es großzügig teilen.
(Nach: ArGe Liturgie)
So segne uns und alle, die uns nahe sind, der allmächtige und barmherzige Gott - der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Singet Lob und Preis - Dank sei Gott, dem Herrn!
Lied:Gl 238, 1-3: O du fröhliche,...


